Das Trinkwasser läuft. Das Abwasser wird gereinigt. Was Sie in Corona-Zeiten wissen sollten.

COVID-19 hat schon jetzt die Welt verändert und massiv in alle Bereich des öffentlichen Lebens eingegriffen. Das Virus beeinflusst natürlich auch die Arbeit von MIDEWA als Dienstleister an der Seite von Kommunen.

Aber: Die Trinkwasserversorgung und Abwasserreinigung ist trotz der Corona-Krise rund um die Uhr sichergestellt. Es läuft einwandfreies Trinkwasser aus dem Wasserhahn und das Abwasser wird umweltgerecht gereinigt. Erfahren Sie an dieser Stelle mehr darüber, wie wir uns in der Krise aufgestellt haben, was wir tun, damit Sie sich in Sachen Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung keine Sorgen machen müssen - und was Sie beitragen können.

Was haben die MIDEWA-Wasserexperten getan, um weiterarbeiten zu können?

Wir setzen einen umfangreichen Pandemie-Plan konsequent um. Das ist ein detaillierter Maßnahmenplan für alle unsere Aktivitäten, die auf diese Weise organisiert werden. Der MIDEWA-Pandemie-Plan orientiert sich am nationalen Pandemie-Plan sowie an den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), des Europäischen Zentrums für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und des Robert Koch-Instituts (RKI).

Die bekannten Hygienevorschriften und die Anordnung, Abstand zu halten, sind unbedingt einzuhalten. 

Wie sind die Arbeitsabläufe organisiert?

Es gibt in der öffentlichen Daseinsvorsorge - und dazu zählen die Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung - Arbeitsabläufe, die man nicht aus der Ferne steuern kann. Dennoch versuchen wir, dass unsere Mitarbeiter nur dann unterwegs sind, wenn es unbedingt erforderlich ist. Ein Teil der Mitarbeiter arbeitet zu Hause und hat den Anlagenbetrieb weitestgehend über das Fernwirksystem im Blick. 

Für betriebsnotwendige Messungen oder Kontrollen des Anlagenbetriebs fahren die Mitarbeiter selbstverständlich raus, aber alleine, sodass es keinen Kontakt zu anderen Kollegen gibt - und damit auch nicht die Möglichkeit, das Virus zu verbreiten. Für den äußersten Notfall, wenn Mitarbeiter zum Beispiel krank werden und in Quarantäne müssen, gibt es Pläne, dass Mitarbeiter von anderen Unternehmensstandorten unterstützen können.

Die Anzahl der Besprechungen und Dienstreisen ist auf das absolut Notwendige reduziert worden. Abstimmungen erfolgen nur noch in Form von Video- und Telefonkonferenzen.  

Kann die 24-Stunden-Bereitschaft sichergestellt werden?

Selbstverständlich sind wir auch weiterhin nach Feierabend und an den Wochenenden in Bereitschaft. Wenn es zu einer Störung der öffentlichen Trinkwasserversorgung oder Abwasserbehandlung kommen sollte, erreichen Sie uns über die kostenlosen Rufnummern.

Unsere Kontaktdaten und den 24-Notruf finden Sie hier: Kontakt

 

Wie arbeitet der Kundenservice zurzeit?

Zum Schutz der eigenen Mitarbeiter und von Dritten haben wir den persönlichen Kontakt zu den Geschäftszeiten im Kundenservice und unseren Kundencentern komplett eingestellt. Trotzdem sind wir erreichbar: über Telefon, E-Mail oder per Postzustellung. Die Anfragen werden bearbeitet - je nach Dringlichkeit und Notwendigkeit. Und sollte die öffentliche Trinkwasserversorgung oder Abwasserbehandlung gestört sein, ist unser 24-h-Notruf uneingeschränkt erreichbar - auch in der Krise.

Unsere Kontaktdaten und den 24-h-Notruf finden Sie hier: Kontakt

Was tun, wenn Arbeiten an der Wasserinstallation notwendig sind?

Die Corona-Pandemie macht es notwendig, persönliche Kontakte zu
beschränken. So achten wir darauf die Zahl der Kundenkontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Jedoch gibt es auch Arbeiten, die unverzichtbar sind und sich nicht aufschieben lassen. Die sichere Versorgung unserer MIDEWA - Kunden mit Trinkwasser ist das entscheidende Kriterium. Um diese gewährleisten zu können, müssen bestimmte Arbeiten weiterhin ausgeführt werden – auch wenn dafür Kundenkontakt erforderlich ist.
Zählerablesung, Zählertausch, Probenentnahme – diese Arbeiten sind auch in diesen Tagen teilweise notwendig, um eine zuverlässige Versorgung mit Trinkwasser zu gewährleisten. Gemeinsam mit  unseren Kunden wollen wir das Risiko der Übertragung des Covid-19-Virus so klein wie möglich halten. Deshalb halten sich unsere MIDEWA- Mitarbeiter, wenn sie ins Haus kommen müssen, an folgende Sicherheitsmaßnahmen – zum Schutz aller:

Unsere Mitarbeiter weisen sich mit einem digitalen Dienstausweis aus.

Unsere Mitarbeiter vermeiden Händeschütteln. Stattdessen begrüßen sie unsere Kunden mit einem Winken, einem Nicken oder mit freundlichen Worten.

Abstand ist derzeit das Wichtigste. Deshalb halten unsere Mitarbeiter zu den Kunden mindestens 1,5 Meter Abstand.

Unsere Mitarbeiter sind ausgerüstet: mit Schutzkleidung, Handschuhen und Mund-Nasenschutz.

Vor und nach den Arbeiten sind unsere Mitarbeiter unterwiesen,  Hände gründlich zu reinigen bzw. zu desinfizieren.

Es reicht völlig aus, wenn unsere Kunden den Weg zum Beispiel zur Wasseruhr zeigen. Den Weg dorthin finden unsere Mitarbeiter allein.

Bei den Arbeiten beschränken sich unsere Mitarbeiter auf das Notwendige. Das spart Zeit und senkt das Risiko einer Ansteckung. 
 

Unter unseren Fragen haben wir Ihnen eine Kurzfassung zum Thema Sicherheitshinweise Kundenbesuch bereitgestellt.

Gibt es besondere Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter?

Wir legen in dieser Corona-Krise noch mehr Wert auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter als in normalen Zeiten. Jeder Einzelne ist ausdrücklich darauf hingewiesen worden, seine persönliche Schutzausrüstung zu tragen. Darunter ist nicht der Vollschutz zu verstehen, den man zum Beispiel aus Krankenhäusern kennt. Aber es gibt auch in unserem Arbeitsumfeld Tätigkeiten, die nur unter bestimmten Sicherheitsvorkehrungen erledigt werden dürfen, etwa die Arbeit mit Chemikalien. Außerdem wurden unsere Mitarbeiter und alle externen Dienstleister belehrt, die grundlegenden Hygieneprinzipien absolut einzuhalten. 

Kann das Virus über das Trinkwasser übertragen werden?

Eine Infektion des Menschen mit dem Covid-19-Virus über den Kontakt zu Trinkwasser ist laut einer Stellungnahme des Umweltbundesamtes nach derzeitigem Kenntnisstand unwahrscheinlich.

Stellungnahme des Umweltbundesamtes vom 12.03.2020

Papiertaschentücher und Küchenrollen statt Toilettenpapier: Warum das keine gute Idee ist

Es klingt banal, doch der Hinweis ist gerade jetzt in der Corona-Krise unbedingt notwendig: Toiletten sind keine Mülleimer! Dort gehören weder Feuchttücher noch Zellstofftaschentücher und Küchenrollenpapier hinein, sondern ausschließlich Toilettenpapier. 

Es bilden sich ansonsten feste Verstopfungen in der Kanalisation, die sich um die Pumpenräder in den Druckstationen wickeln und die gesamte Technik lahmlegen. Unsere Mitarbeiter können dann nicht einfach auf einen Knopf drücken - und schon läuft das Abwasser wieder ab.

Die Störung muss erst beseitigt werden, indem diese Verstopfungen von Hand entfernt werden. Tragen Sie mit ihrem positiven Verhalten dazu bei, dass die Abwasseranlagen auch in den Zeiten der Corona-Krise störungsfrei laufen und sich unsere Mitarbeiter auf die wesentlichen Aufgaben konzentrieren können. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Trickbetrüger unterwegs: Wenn der Wassertester klingelt…

Leider wird diese Ausnahmesituation von einigen Menschen auch genutzt, um sich Zugang zu den Häusern zu verschaffen. Es sind wieder Trickbetrüger unterwegs, die sich als Wassertester ausgeben.

Es sind keine Mitarbeiter von MIDEWA, die bei Ihnen klingeln und Trinkwasser testen wollen! Dazu besteht keine Notwendigkeit. Wir überprüfen die Qualität des Trinkwassers in den Wasserwerken und im Versorgungsnetz, nicht aber zu Hause bei Ihnen am Wasserhahn. Falls das notwendig sein sollte, würden wir vorab persönlich einen Termin mit Ihnen vereinbaren. Also, seien Sie bitte achtsam. 

Legionellen: Fragen Sie Ihren Installateurbetrieb

Hin und wieder wird die Problematik von Legionellen im Trinkwasser gerade thematisiert. Das betrifft allerdings nicht die öffentliche Trinkwasserversorgung, sondern Wasserleitungen in öffentlichen Einrichtungen, wie zum Beispiel Verwaltungen, die über einen längeren Zeitraum nicht genutzt worden sind. Dadurch können sich unter Umständen Legionellen in den Leitungen bilden. Wichtig ist dann die korrekte Wiederinbetriebnahme der Hausinstallation. Informationen zu diesem Theme finden Sie auch auf der Homepage vom Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) oder Sie wenden sich an Ihren Installateur-Fachbetrieb.

Unter unseren Fragen haben wir Ihnen die DVGW-Information vom 24.März 2020 zum Thema vorrübergehende Stilllegung von Trinkwasserinstallation in Gebäuden bereitgestellt.