Bevor der Sommer so richtig zum Zuge kommt und das Neptunbad in Helbra wieder stark frequentiert wird, will die MIDEWA mit ihrer Baumaßnahme im Umfeld fertig sein. Knapp 200.000 Euro investiert das Unternehmen in die Modernisierung seines Leitungsnetzes. Damit, heißt es, verbessere sich nicht nur die Versorgungssicherheit für die Kunden in Helbra, sondern auch darüber hinaus.
"Wir wollten ursprünglich nur 300 Meter der vorhandenen Trinkwasserleitung erneuern, weil das eine wichtige Einspeisung ist und wir dort schon den einen oder anderen Rohrbruch hatten. Doch dann haben wir uns entschlossen, die Maßnahme auszuweiten", informiert Marcel Arlt, Betriebsleiter der MIDEWA für den Bereich Mansfeld-Vorharz. Nun werden in Summe 780 Meter des vorhandenen Leitungsbestandes erneuert.
In den vergangenen Wochen erneuerte die MIDEWA einen Teil dieser wichtigen Versorgungstrasse zwischen Helbra und Klostermansfeld. Wie Marcel Arlt informiert, sei man nach dem Abschluss der Maßnahme in der Lage, das Trinkwasser im Falle eines Rohrbruchs aus zwei Richtungen einzuspeisen und die Versorgung damit weiter zu gewährleisten. Das sei bisher nicht möglich gewesen und schaffe deutlich mehr Handlungsspielraum im Sinne der Kunden.
"Wir haben uns entschlossen", sagt Herbert Krause, "diese Leitung teilweise zu erneuern, um auch in Zukunft eine qualitätsgerechte und störungsfreie Trinkwasserversorgung sicherzustellen und damit im Idealfall größeren Reparaturen vorbeugen zu können." Der Mitarbeiter im Bereich Investitionen der MIDEWA-Niederlassung SÜD mit Sitz in Lutherstadt Eisleben betreut die Maßnahme. Die aus Grauguss bestehende Leitung sei nicht nur in die Jahre gekommen, sondern inzwischen auch stark inkrustiert. Dadurch verringere sich der Durchmesser von 20 Zentimetern mit der Zeit immer weiter. Die neue Leitung besteht aus robustem Kunststoff.
Für ein Teilstück wurde die Firma Beermann Bohrtechnik aus Zeitz herangezogen, weil hier unweit des Neptunbades ein Bach unterquert werden musste. Die neuen Leitungen entlang der Hauptstraße verlegen die Mitarbeiter der MIDEWA. Das gilt auch für die rund 185 Meter lange Versorgungsleitung sowie elf Hausanschlüsse im Bereich Am Brückenberg. Um den Tiefbau kümmert sich die Firma Reichwald aus Hergisdorf. In der Straße Am Brückenberg verläuft die neue Leitung in den Nebenanlagen, um die relativ neue Straße nicht in Mitleidenschaft zu ziehen. Der Fußweg wird neu asphaltiert. Die Asphaltarbeiten werden durch die Firma Rothkegel aus Unterrißdorf ausgeführt.
Mitte Juni sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Bis dahin ist die Hauptstraße in Helbra im Bereich der Baustelle halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird über Ampeln geregelt. Einschränkungen der Trinkwasserversorgung für die Kunden gibt es nicht. Lediglich beim Einbinden des neuen Leitungsabschnittes müsse die Versorgung kurzzeitig unterbrochen werden, informiert Marcel Arlt.