Chlorgas-Alarm geht glimpflich aus

Ein Chlorgas-Alarm in der Köthener Badewelt hat am frühen Mittwochmorgen die Polizei und Feuerwehr ausrücken lassen. Es ist niemand zu Schaden gekommen. Mittlerweile ist auch die Ursache des Zwischenfalls geklärt: ein Defekt an den Dichtungen der Chlorgasflaschen.

Was war geschehen? Die Frühschicht des Badewelt-Teams trat kurz vor halb sechs ihren Dienst an. Kurz nach halb sechs bemerkte  Bademeister Hans-Wilhelm Weis das optische und akustische Warnsignal, das auf eine Störung der Chlorgasanlage hindeuten ließ. Er traf alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen, trug eine Atemschutzmaske, als er den Chlorgasraum im Keller des Objektes betrat. Er schloss vorsichtshalber die Chlorgasflaschen. Der Mitarbeiter der INFRA Service Sachsen-Anhalt GmbH versuchte daraufhin unverzüglich die Firma zu erreichen, die am Tag zuvor im Chlorgasraum die routinemäßige Wartung der Anlage vorgenommen hatte.

Die Meldekette war aktiviert. Die Kameraden der Feuerwehr rückten gegen 5:50 Uhr an. Sie überprüften sicherheitshalber auch den Chlorgas-Gehalt in der Halle. Damit konnte eine Gefahr ausgeschlossen werden. Die Polizei nahm den Vorgang auf.

Gegen 7:30 Uhr war auch die mit den Arbeiten an der Chlorgasanlage beauftragte Firma vor Ort. Sie stellte zunächst keine Auffälligkeiten an der Anlage fest. Von daher konnte der normale Betriebsauflauf gewährleistet werden. Gegen 9:40 Uhr gab es jedoch erneut einen Chlorgas-Alarm. Wiederum war der Grund nicht ersichtlich. Die Chlorgasanlage wird halbjährlich von einer Fachfirma gewartet. Darüber hinaus erfolgt die tägliche Sicht- und Dichtungskontrolle durch Mitarbeiter der Köthener Badewelt. Die Ursachenprüfung für die Zwischenfälle begann unverzüglich. Nachdem feststand, warum der Alarm ausgelöst wurde, sind die Dichtungen der Chlorgas-Flaschen noch am Mittwoch ersetzt worden.

Aus Sicherheitsgründen ist die Chlorung des Badewassers zwischenzeitlich eingestellt worden. Das blieb jedoch ohne Auswirkungen auf die Qualität des Badewassers. Erst wenn der Chlorgehalt auf unter 0,03 Milligramm pro Liter Wasser gefallen wäre, hätte man Sicherheitsvorkehrungen treffen und den Badebetrieb notfalls einstellen müssen. Doch dazu kam es nicht.

Die Badelandschaft der Freizeitanlage im Köthener Ratswall konnte um 11:00 Uhr wie gewohnt öffnen.

Die INFRA Service Sachsen-Anhalt GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH und mit ihren Mitarbeitern unter anderem für den Betrieb der Köthener Badewelt zuständig. Die Anlage gehört der Palm Springs GmbH & Co. KG Freizeitanlage Köthen, eine Tochter der Wohnungsgesellschaft Köthen mbH.