Großreinemachen im Wasserspeicher

Auf den ersten Blick ist der Hochbehälter Stößen (Burgenlandkreis) ein unscheinbarer Erdhügel. Aber was sich darunter verbirgt, ist für die Versorgung der Menschen mit Trinkwasser immens wichtig. Und weil die Qualität des Lebensmittels immer einwandfrei sein muss, wird der Wasserspeicher in den kommenden Tagen gründlich gereinigt - ein Prozess, der alle zwei Jahre turnusmäßig ansteht. 

Am Montag, dem 9. März, geht’s los - “sofern keine größeren Rohrbrüche dazwischen kommen”, betont Ronny Dallmeier, Leiter Betrieb in der MIDEWA-Niederlassung Saale - Weiße Elster. Dann wird das Wasser im Behälter nach und nach zur Versorgung der MIDEWA-Kunden genutzt - und nur ein kleiner Rest, höchstens zehn Prozent, werden am Ende ungenutzt in den Vorfluter abgelassen. Das sei anders nicht machbar, erklärt Ronny Dallmeier, bis auf den letzten Tropfen könnte man keine Behälter leeren. Aber um gründlich putzen zu können, müssen die Kammern nahezu leer sein. Gereinigt wird erst die eine, dann die andere. Jede kann maximal 2800 Kubikmeter Wasser speichern.

Vier Mitarbeiter aus dem Servicebereich von Olaf Grosser kümmern sich in den nächsten Tagen um die Putzaktion im Hochbehälter Stößen. Drei arbeiten im Inneren des Wasserspeichers, einer bleibt als Sicherungsposten immer draußen. “Wir arbeiten nur mit klarem Wasser und dem normalen Netzdruck”, informiert Ronny Dallmeier. Die Ablagerungen an Wänden, an der Decke und am Fußboden werden ohne Chemikalien entfernt. Lediglich am Ende wird das frische Trinkwasser desinfiziert - und sobald das Gesundheitsamt die Freigabe erteilt, kann die geputzte erste Kammer des Hochbehälter wieder in Betrieb genommen werden. 

Insgesamt gibt es im Servicebereich Burgenland der MIDEWA neun Hochbehälter mit 17 Kammern. Der größte befindet sich in Stößen mit insgesamt 5600 Kubikmetern Speichervolumen, der kleinste ist der Hochbehälter Sautzschen mit 80 Kubikmetern. Zwei weitere Wasserspeicher befinden sich im Servicebereich Merseburg. Die Bauwerke dienen nicht allein der Notversorgung der Verbraucher mit Trinkwasser, sondern sind auch für den entsprechenden Druck im Versorgungsnetz verantwortlich.

“Die Behälterreinigung “, sagt Ronny Dallmeier, “ist eine typische Winterarbeit.” Im Sommer, wenn der Wasserbedarf größer ist, braucht man die Speicher. Und auch bei einem Rohrbruch würde man die Putzaktion immer zurückstellen. “Aber wir haben mit der zweiten Kammer noch eine ausreichend große Reserve im Hochbehälter Stößen”, betont Servicebereichsleiter Olaf Grosser. 

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Reinigung Hochbehälter | PDF - 129 KB