LED in vielen Straßen

In ausgewählten Straßen der Stadt Raguhn-Jeßnitz und den Ortsteilen sind seit Mitte Juni rund 330 herkömmliche Straßenlaternen auf LED umgerüstet worden. In dieser Woche soll das Projekt abgeschlossen werden.

Der Stadtrat hatte beschlossen, dass perspektivisch die gesamte öffentliche Beleuchtung auf moderne und energiesparende Leuchten umgerüstet werden soll. Jetzt ist der Anfang gemacht. Die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH hatte sich im Wettbewerb mit dem wirtschaftlichsten Angebot durchgesetzt und kümmerte sich mit ihren Elektrikern um den Einbau der LED-Leuchten. Geplant wurde das Vorhaben vom Ingenieurbüro epr Elektrotechnische Planung & Revision GmbH, das im Vorfeld eine Bedarfsanalyse erstellte hatte.

Gemeinsam mit den Verantwortlichen bei der Stadt sind daraufhin die in Frage kommenden Straßenzüge auserkoren worden. Es erfolgten Berechnungen, in die man sowohl bauliche Gegebenheiten als auch technische Parameter der Bestandsleuchten einbezog - vordergründig mit dem Ziel, die Lichtpunkte auch künftig optimal zu platzieren und dabei die vorhandenen Laternenmasten zu nutzen. Es sind sowohl Standorte ausgewählt worden, die erfahrungsgemäß viel frequentiert werden, wie etwa in der Nähe Kindertagesstätten, als auch Standorte, die ein möglichst hohes Einsparpotenzial erwarten lassen. Und: Es sollten sämtliche Ortsteile bei dieser ersten Umrüstungsphase berücksichtigt werden. 

So wurden zum Beispiel die Straße Am Lingenauer Wald in Lingenau, die Thurländer Dorfstraße in Thurland, die Dorfstraße in Marke oder der Anger sowie der Bereich Gartenstraße/Fischerhäuser in Jeßnitz mit neuen LED-Leuchten ausgestattet. In Raguhn wurden unter anderem die Gartenstraße oder die Markesche Straße, außerdem der Markt, der Kirchplatz und die Brauhausstraße ausgewählt.

Es handelt sich um Produkte der Firma “Leipziger Leuchten”, die beispielsweise mit den Bezeichnungen Alfons I, Nadja VII, Richard IV oder Cara III geführt werden und für ein bestimmtes Lichtpunkt-Modell stehen. Die alten Leuchten werden teilweise als Ersatzteilspender eingelagert, der Rest wird demontiert und fachgerecht entsorgt.

Die Maßnahme wird mit Fördermitteln aus dem STARK V-Programm des Landes finanziert, das finanzschwache Kommunen bei der Modernisierung ihrer Infrastruktur unterstützt. Es wurden insgesamt rund 170.000 Euro investiert. 

Die neuen LED-Leuchten verbrauchen circa 70 Prozent weniger Energie als ihre Vorgänger. Pro Jahr summiert sich das Einsparpotenzial für die Stadt damit auf rund 16.000 Euro. Hinzu kommt, dass der Ausstoß von Kohlendioxid im Vergleich zum Ursprungswert um schätzungsweise 47 000 Kilogramm verringert werden kann. Des Weiteren spart die Stadt mit der neuen Beleuchtung circa 60 Prozent den Wartungs- und Instandhaltungskosten. Insgesamt verfügt Raguhn-Jeßnitz inklusive aller Ortsteile über circa 1 700 Lichtpunkte.

Bernd Marbach, Bürgermeister der Stadt Raguhn-Jeßnitz, dankt der MIDEWA für “die qualitäts- und fristgerechte Umsetzung” sowie den Mitarbeitern im Bauamt für die “ausgezeichnete Vorbereitung”. Ursprünglich sollte das Vorhaben erst Mitte September abgeschlossen sein, nun werde man - sofern nichts dazwischen kommt - entschieden früher fertig, freut sich Marko Hahn, Leiter Operativer Betrieb in der MIDEWA-Niederlassung Muldenaue - Fläming.

 

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Straßenbeleuchtung Stadt Raguhn-Jeßnitz | PDF - 126 KB