Leitungswasserfreundlich - was bedeutet das?

Als erstes Unternehmen Sachsen-Anhalts hatte die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH im Januar 2021 das Zertifikat "leitungswasserfreundlich" erhalten. Der Berliner Verein a tip: tap honoriert damit besonderes Engagement für die Nutzung von Trinkwasser und die Vermeidung von Plastikmüll. MIDEWA-Pressesprecherin Alexandra Müller zur Bedeutung dieser Auszeichnung und was sie für das Unternehmen bedeutet. 

Frau Müller, seit einem Jahr ist die MIDEWA offiziell "leitungswasserfreundlich". Wie wird das in Ihrem Unternehmen gelebt?

Wir sind sehr stolz auf diesen Titel, vor allem weil wir uns tagtäglich bewusst mit dem Thema auseinandersetzen und kontinuierlich versuchen, Nachahmer zu finden - ob im privaten oder geschäftlichen Bereich. Bei der MIDEWA verbinden wir mit dem Zertifikat mehr als nur den Umstieg von Flaschen auf Leitungswasser. Es ist die Chance, sich jeden Tag für die Umwelt stark zu machen, Ressourcen zu schonen und damit einen Beitrag für die Zukunft zu leisten. Wir greifen das Thema regelmäßig auf: in unserem Kinder-Newsletter, der bald zum dritten Mal erscheinen wird, und auch in unserer Kundenzeitschrift MIDEWA Aktuell, die über unsere Arbeit und damit über Leitungswasser informiert. Außerdem haben wir im vergangenen Jahr in Abstimmung mit den Städten und Gemeinden in unserem Versorgungsgebiet 25 öffentliche Trinkbrunnenstandorte festgelegt, um den Zugang zu Trinkwasser zu verbessern. 25 waren es, weil wir 2021 unseren 25. Geburtstag gefeiert haben. Aber das Thema werden wir weiter im Blick haben.

Wie geht es 2022 beim Thema "leitungswasserfreundlich" weiter? 

Das ist für uns eine kontinuierliche Aufgabe, die Vorteile von Leitungswasser, das in bester Qualität rund um die Uhr jedem Kunden zur Verfügung steht, immer wieder in den Fokus zu rücken. Wir schenken Leitungswasser konsequent in Dienstberatungen und Kundengesprächen aus. Vor allem aber werden wir weitere Trinkbrunnen im öffentlichen Raum platzieren. Eine bessere Werbung für unser Leitungswasser gibt es kaum. Und wir stehen mit dem Verein a tip: tap in einem Austausch, um gemeinsam Projekte für Sachsen-Anhalt ins Leben zu rufen. Doch hier stehen wir erst am Anfang. Wir werden auch 2022 - natürlich unter Berücksichtigung der Pandemie - unterwegs sein, um vor allem Kinder und Jugendliche unermüdlich auf die Vorteile von Leitungswasser hinzuweisen. Und am Ende schwebt uns sogar vor, nach dem Vorbild Berlins eine Art Wasserquartier für Sachsen-Anhalt zu schaffen. Mal sehen, wie wir diesen Gedanken weiter vorantreiben können. 

Wie leitungswasserfreundlich sind Sie eigentlich im Privaten?

Als junge Mutter denke ich heute noch viel mehr über die Zukunft nachfolgender Generationen nach. Mir ist es wichtig, Vorbild zu sein - und daher trinken wir auch zu Hause selbstverständlich nur Wasser aus dem Hahn. Damit tun wir etwas für die Umwelt, indem wir mit unserem bescheidenen Beitrag das Müllaufkommen reduzieren. Das fühlt sich einfach gut und richtig an. Im Übrigen können sich Unternehmen oder Initiativen, die sich für die Nutzung von Leitungswasser einsetzen, auch über den Verein a tip: tap zertifizieren lassen. Je mehr das sind, umso stärker wird dieser Aspekt ins öffentliche Blickfeld gerückt.