Löschwasser aus dem Hochbehälter

Einen Teil ihres Löschwasserbedarfs kann die Lutherstadt Eisleben in Zukunft über die
Wasserreserve des Hochbehälters Mühlberg im Ortsteil Wolferode decken.
Die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH benötigt den Wasserspeicher
bereits seit zehn Jahren nicht mehr zur Sicherung der Trinkwasserversorgung und hatte ihn damals
vom Netz genommen. Nun findet sich eine neue, sinnvolle Nutzung für das Bauwerk.
Die Verantwortlichen bei der Stadt sind auf die MIDEWA zugekommen und hatten sich erkundigt, ob
eine Weiternutzung des Behälters für Löschwasserzwecke grundsätzlich möglich wäre. In enger
Abstimmung habe man eine Variante gefunden, um die Stadt bei der Löschwasserversorgung und
damit bei der Erfüllung ihrer kommunalen Pflichtaufgabe zu unterstützen. “Da wir für das
Versorgungsgebiet mit der direkten Einspeisung von Fernwasser vor Jahren schon eine andere
zuverlässige Lösung zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung gefunden haben, die sich bewährt
hat, haben wir aktuell für den Hochbehälter keine Verwendung mehr”, erklärt Heiko Rach, Leiter der
MIDEWA-Niederlassung Mansfelder Land - Querfurter Platte.
Es wurde eine Nutzungsvereinbarung mit der Stadt geschlossen und ein monatlicher Mietzins
vereinbart. Der Hochbehälter bleibt im Eigentum der MIDEWA. “Wir kümmern uns in Zukunft auch
darum, dass der Speicher immer gefüllt ist und überwachen den Wasserstand über unser
Prozessleitsystem”, erläutert Gösta Gemkow, Projektmanager bei der MIDEWA.
Im Frühjahr kümmerte sich die MIDEWA in Abstimmung mit den Kameraden der Feuerwehr um die
notwendigen technischen Vorkehrungen, errichtete zum Beispiel einen Sauganschluss, sodass die
Kameraden ohne Verzögerung auf die Löschwasserreserve von 175 Kubikmetern zurückgreifen
können. “Wichtig ist, dass der Hochbehälter baulich vom Trinkwassernetz getrennt ist und keine
Verbindung besteht. Dafür haben wir gesorgt, was im Sinne der Trinkwasserqualität, die zu Hause
beim Kunden gewährleistet sein muss, unerlässlich ist”, betont Gösta Gemkow.
Am Dienstag, dem 25. August, wird der einstige Hochbehälter im Trinkwassernetz der MIDEWA
offiziell als Löschwasserreserve an die Stadt beziehungsweise die Feuerwehr übergeben. Um 14 Uhr
treffen sich aus diesem Anlass in Wolferode, Mühlberg, der Bürgermeister von Lutherstadt Eisleben
und der Ortsbürgermeister von Wolferode sowie die Vertreter der Feuerwehr und der MIDEWA.

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