MIDEWA baut erneut in Zahna

In der Rahnsdorfer Straße in Zahna (Landkreis Wittenberg) wird ab Montag, 29. Juni, eine neue Trinkwasserversorgungsleitung verlegt. Eine Maßnahme, die unter anderem aufgrund des Alters der bestehenden Leitung in den Investitionsplan der MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH für 2020 aufgenommen wurde und am Ende die Versorgungssicherheit verbessern soll. Bis Mitte Juli will man das Projekt abschließen, informiert Ralf Rinzsch, der die Maßnahme der MIDEWA-Niederlassung Muldenaue - Fläming als Bauleiter betreut. 

In den kommenden Wochen wird die neue Versorgungsleitung auf circa 370 Meter verlegt. Das Besondere dieser Baustelle: Circa 40 Meter des Kunststoffrohres (PE) mit einem Innendurchmesser von knapp 30 Zentimetern muss unter der Landesstraße 123 (Kropstädter Straße) hindurchgeführt werden. Das geschieht mit dem Bohrspülverfahren. Bei dieser geschlossenen Bauweise wird - anders als bei der offenen - kein Rohrgraben ausgehoben, sondern der Kanal unterirdisch gebohrt. Befindet sich die Bohrspülanlage auf dem “Rückweg” zum Ausgangspunkt, wird ein Leerrohr eingezogen. Das schützt später die neue Trinkwasserleitung. “Das Verfahren kann man theoretisch auf mehreren hundert Metern anwenden. Voraussetzung ist, dass die Bodenbeschaffenheit das zulässt”, erläutert Ralf Rinzsch. 

Im Fall der Rahnsdorfer Straße könne man durch die geschlossene Bauweise Beeinträchtigungen auf den fließenden Verkehr auf der Landesstraße verhindern, weiß Ralf Rinzsch, der zur technischen Abteilung der MIDEWA-Niederlassung mit Sitz in Bitterfeld gehört. Der überwiegende Teil der neuen Versorgungsleitung wird in offener Bauweise verlegt.

Die Trinkwasserleitung verläuft entlang einer bewirtschafteten Ackerfläche. Ralf Rinzsch: “Damit wir später, wenn die Maßnahme abgeschlossen ist, die Hausanschlüsse auf der anderen Seite der Rahnsdorfer Straße ohne zusätzlichen Aufwand umbinden können, haben wir bereits ein Leerrohr mitverlegen lassen.” Denn die Straße wird in Verantwortung der Stadt Zahna-Elster gerade grundhaft ausgebaut. Schieber und auch Hydranten im Baufeld werden ebenfalls erneuert. 

Wie Ralf Rinzsch versichert, wird die Trinkwasserversorgung der MIDEWA-Kunden während der gesamten Bauzeit nicht beeinträchtigt, “nur für einen kurzen Zeitraum bei der Inbetriebnahme der neuen Leitung”. Darüber würde man die Kunden jedoch rechtzeitig informieren. Die bestehende Leitung, ergänzt der MIDEWA-Bauleiter, bleibe in Betrieb, bis alle Arbeiten abgeschlossen sind. 

Die Firma Eurovia Verkehrsbau Union GmbH ist mit dem kompletten Tiefbau beauftragt worden. Die MIDEWA hatte im vergangenen Jahr bereits mit dem in Cottbus ansässigen Unternehmen zusammengearbeitet als die Ortsdurchfahrt in Zahna gebaut wurde. 

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