MIDEWA erneuert 1,5 Kilometer Leitung in Nienburg

Passend zu den milderen Temperaturen ist der Startschuss für den nächsten Bauabschnitt der wichtigen Trinkwassereinspeisung für die Einwohner von Nienburg (Saale) gefallen. “Wir erneuern jetzt circa 1,5 Kilometer der Trinkwasserleitung beginnend am Ortsausgang Altenburg bis nach Nienburg. Die neue Leitung”, informiert MIDEWA-Bauleiter Herbert Krause, “verläuft parallel zur Straße, genau wie die alte Trasse.” Um die Trinkwasserversorgung für die MIDEWA-Kunden in der Stadt auch während der Baumaßnahme zuverlässig weiter gewährleisten zu können, wird zunächst eine Übergangslösung mit einer Notwasserleitung geschaffen. 

Das Projekt ist auch deshalb in der Umsetzung anspruchsvoll, weil die Arbeiten in geschützten Räumen erfolgen: im Landschaftsschutzgebiet “Bodeniederung”, im Naturschutzgebiet “Sprohne” und im Naturpark “Unteres Saaletal”. Wie Herbert Krause berichtet, ist in Vorbereitung der Maßnahme zusätzlich eine landschaftspflegerische Begleitplanung erstellt worden. Auch das Thema Artenschutz wird hier gesondert und intensiv von Fachleuten begleitet. Ersatzpflanzungen für die gefällten Bäume  sind bereits für den Herbst eingeplant. 

“Die Bode stellt uns bei dieser Baumaßnahme vor eine zusätzliche Herausforderung”, weiß Herbert Krause. Denn die Trinkwasserleitung muss unter dem Flussbett durchgezogen werden. Die Experten sprechen davon, dass der Fluss gedükert wird. Mit der Firma Jaeger Spezial- und Tiefbau GmbH aus Bernburg hatte sich eine erfahrene Baufirma aus der Region in der Ausschreibung durchgesetzt. Um die Planung des Vorhabens, das bis Ende Oktober abgeschlossen sein soll, kümmerte sich das Büro Fichtner Waters & Transportation GmbH. 

Insgesamt investiert die MIDEWA in diesen Bauabschnitt in der Stadt Nienburg (Saale) nicht weniger als eine Million Euro. Es handelt sich um Fördermittel der Investitionsbank des Landes Sachsen-Anhalt.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die MIDEWA in Nienburg (Saale) der Holunderstraße und in der Bodereihe gemeinsam mit der Stadt einen Teil der Schäden an der Trinkwasserinfrastruktur, die auf das Hochwasser von 2013 zurückzuführen sind, behoben. Anschließend begannen im November unter anderem die Arbeiten an der Versorgungsleitung auf einer Ackerfläche bei Gerbitz. Hier mussten rund 2 850 Meter Leitung im Pflugverfahren in die Erde gebracht werden. Auch zwischen Nienburg (Saale) und dem Ortsteil Grimschleben wurden beschädigte Leitungspassagen ersetzt.

 

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