MIDEWA treibt trotz Pandemie Investitionen voran

 

Den Wasserhahn aufdrehen und kühles Trinkwasser jederzeit genießen. Duschen, baden oder zur Erfrischung in den Pool springen. Geschirr spülen, Kaffee kochen, Wäsche waschen, den Garten gießen. Alles selbstverständlich. Nicht unbedingt. Am 23. Juni ist der Tag der Daseinsvorsorge. Die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH sorgt in Merseburg und Umgebung dafür, dass alles im Fluss bleibt. Praktizierte Daseinsvorsorge an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr.

„Das vergangene Jahr hat gezeigt, wie wichtig die Daseinsvorsorge für die Gesellschaft ist. Es ist nicht zuletzt ein Ausdruck von Lebensqualität, wenn man sich auf die Versorgung mit Trinkwasser verlassen kann”, sagt MIDEWA-Geschäftsführer Uwe Störzner. Trotz erschwerter Arbeitsbedingungen während der Pandemie habe sich gezeigt, dass die MIDEWA stark und leistungsfähig ist und Herausforderungen an der Seite der Kommunen professionell und zuverlässig bewältigt.

Trotz Corona hat die MIDEWA 2020 über 13 Millionen Euro in ihre Infrastruktur investiert - und damit in die Zukunft. Rund vier Millionen Euro davon konnten über Fördermittel refinanziert werden. Leistungen mit einem Volumen von weiteren vier Millionen Euro realisierte die MIDEWA mit ihren  rund 200 Fachkräften in Eigenleistung. „Wir bauen selbst viel und können dank unserer langfristig geschlossenen Rahmenverträge Material in hoher Qualität und zu stabilen Konditionen beziehen. Dadurch sind wir in der Lage, kontinuierlich in die zukunftsfeste Infrastruktur zu investieren, unsere Bauvorhaben wie geplant umzusetzen und bei Leitungsschäden zügig zu reagieren. Wir sind damit relativ unabhängig von aktuellen Entwicklungen am Markt”, erläutert Uwe Störzner. Kleinere Versorgungsunternehmen und Verbände hätten es diesbezüglich schwerer. Aktuell müssen sie mit Preissteigerungen und Liefer-Engpässen für Baumaterialien kämpfen und mitunter 20 Prozent mehr zahlen oder Baumaßnahmen aufschieben.

„Insgesamt 3,6 Millionen Euro flossen im vergangenen Jahr in die Erneuerung des Trinkwassernetzes in der Stadt Merseburg”, erinnert Uwe Störzner. Umfangreiche Erneuerungsarbeiten erfolgten beispielsweise an der Hauptversorgungsleitung für die Dom- und Hochschulstadt an der B 181 auf Höhe der Sixti-Ruine. Ersetzt wurden zudem 220 Meter des Versorgungsnetzes in der Poststraße, parallel zum Fernwärme-Neubau. Rund drei Millionen Euro Fördermittel von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt wurden aufgewendet, um zwischen dem Wasserwerk Werder und dem Stadtgebiet auf rund 2,7 Kilometern Länge eine komplett neue Trinkwasserleitung zu bauen. Eine essenzielle Investition, von der künftige Generationen in Merseburg profitieren werden.

Auch 2021 und darüber hinaus will die MIDEWA infrastrukturelle Zukunftsaufgaben anpacken und vorantreiben. Für Erneuerungsmaßnahmen im gesamten Versorgungsgebiet, das circa 3 600 Kilometer Leitungsnetz umfasst und damit fast doppelt so lang ist wie die Strecke von Merseburg bis Moskau, hat der Wasserversorger in diesem Jahr insgesamt 18 Millionen Euro eingeplant. Davon sind circa zehn Millionen Euro Fördermittel.

Davon profitiert auch die Stadt Merseburg. So investiert die MIDEWA derzeit in die Verstärkung der Trink-, Not- und Löschwasser-Versorgungssituation in Freiimfelde. Hier wird in Kooperation mit der Stadt ein Regelschacht gebaut und eine Zubringerleitung westlich von Merseburg erneuert. Des Weiteren sollen in den nächsten Monaten 450 Meter Gussleitung in der Oberaltenburg und am Kloster sowie eine 150 Meter lange  Altleitung mit Schiebern und Hydranten im Kreuzungsbereich Am Saalehang/Leunaer Straße erneuert werden. Letztere Maßnahme dient unter anderem der  Verbesserung der Löschwasserversorgung des Herder-Gymnasiums. Rund 185.000 Euro sind für diese Baumaßnahmen eingeplant. Weiterhin werden rund um das Wasserwerk Werder mit Hilfe von Förderprojekten bedeutende Transportleitungen neu verlegt. Eine Investition im Wert von 2,1 Millionen Euro.

In den vergangenen zehn Jahren hat die MIDEWA allein in Merseburg übrigens rund acht Millionen Euro Eigenmittel in die Lebensadern der Stadt gesteckt und Stück für Stück alte Leitungen erneuert. „Das Netz ist in einem guten Zustand, sodass wir wenige Schäden zu verzeichnen haben”, ergänzt Uwe Störzner.

Downloads


Veolia Corona Monitor | JPG - 361 KB
MIDEWA-Mitarbeiter Kläranlage Rollsdorf | JPG - 222 KB