Mit Leben füllen

Während COVID-19 seit Wochen die Lebens- und Arbeitswelt der Menschen beherrscht, hat die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH die Bestätigung erhalten, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Unternehmen einen besonders hohen Stellenwert genießt. Seit mittlerweile zehn Jahren trägt das Unternehmen das Zertifikat “Beruf und Familie”. Ein Erfolg, der im Juni in Berlin richtig gefeiert werden soll - sofern das Virus eine Übergabe des Zertifikates im großen Rahmen dann zulässt.

Die Nachricht, dass man die Re-Zertifizierung Ende vergangenen Jahres mit Bravour gemeistert hat, erreichte die MIDEWA im März - mitten in der Corona-Krise. Trotzdem: “Wir sind sehr stolz, dass wir federführend in der Arbeitsgruppe Beruf und Familie, gemeinsam mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat, für unsere Mitarbeiter viele unterschiedliche Angebote entwickelt haben, die uns als Arbeitgeber auszeichnen. Dieses Zertifikat”, erläutert Petra Assmann, Personalleiterin bei der MIDEWA, “kann man sich nicht einfach geben, das muss man mit Leben erfüllen.” 

Als sich die MIDEWA 2010 zum ersten Mal bei der berufundfamilie Service GmbH um das Zertifikat beworben hatte, habe es Tausend Wünsche und extrem viele Ziele gegeben, die man erreichen wollte, erinnert sich Petra Assmann. “Mittlerweile haben wir unsere Ziele stärker fokussiert und den Bedürfnissen der Zeit und unserer Mitarbeiter angepasst. Wir sind klarer in der Bewertung, was es bedeutet, Beruf und Familie in Einklang zu bringen.” Eine Herausforderung, die gerade jetzt auch die MIDEWA-Beschäftigten bewältigen müssen. 

Petra Assmann betont, dass das Zertifikat weit mehr beinhaltet als flexible Arbeitszeitmodelle. Es gehe um ein “grundsätzliches Verständnis für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in den jeweiligen Lebensphasen”. Bestandteil des gesamtes Prozesses sind Handlungsfelder. Dabei geht es zum Beispiel um Karriereentwicklung im Spannungsfeld von Beruf und Familie, um Elternzeit für Mütter und Väter, um die fortwährende Qualifizierung der Mitarbeiter, um Teilzeitmodelle, um Führungskompetenz, um Betriebliches Gesundheitsmanagement, aber auch um die Förderung von Mitarbeiterkindern während der Ausbildung und die Unterstützung der Mitarbeiter, wenn ein Elternteil pflegebedürftig werden sollte. Unternehmen, die das Zertifikat erhalten, müssen nachweisen, dass sie ihre gesteckten Ziele auch erreicht haben - und diese auch künftig im Blick haben.

Das sei, weiß die Personalleiterin, “kein endlicher Prozess”. Der Anspruch sollte sein, “ein gutes Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen zu erzielen”. Nur so könne “eine wertschätzende Arbeitskultur wachsen”. 

Einiges, das Beruf und Familie bei der MIDEWA ausmacht, ist im Moment im Sinne und zum Schutz aller Beteiligten nicht umsetzbar. Das betrifft zum Beispiel den Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Mitarbeiter gehen gemeinsam zum Yoga oder zum Schwimmen, um gemeinsame Erlebnisse zu haben und darüber auch den Zusammenhalt zu stärken. Die sozialen Kontakte innerhalb des Unternehmens  fehlen. “Viele müssen für sich und ihre Familie jetzt andere Themen in den Fokus rücken.” Doch Petra Assmann ist wichtig zu betonen, “dass wir unsere Handlungsfelder nicht aus den Augen verlieren”. Die Themen würden trotz Corona-Krise bleiben: vom Antrag auf Altersteilzeit bis zum Wunsch nach Qualifizierung, dem sich die Personalabteilung zu gegebener Zeit auch wieder widmen werde. 

Was außerdem bleibt, ist das Zertifikat der berufundfamilie Service GmbH. Nach zehn Jahren intensiver Entwicklung verschiedener Prozesse darf es die MIDEWA nun dauerhaft führen. 

 

Downloads


10 Jahre BuF | PDF - 130 KB