Neue Leitung auf alter Trasse

Die Trinkwasserleitung entlang der durch Osternienburg führenden Bundesstraße 187a (Ernst-Thälmann-Straße) wird auf circa 280 Metern erneuert. Die Arbeiten haben in dieser Woche begonnen. Die Straße ist halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird über eine Ampelregelung an der Baustelle vorbeigeführt. 

Gebaut wird in der Ernst-Thälmann-Straße beginnend an der Hausnummer 16 bis zur Einmündung Ringstraße. Das ist der erste Bauabschnitt. Im kommenden Jahr soll dann der Bereich des Versorgungsnetzes zwischen Ringstraße und Lindenstraße ersetzt werden. „Die Leitung ist mittlerweile über 70 Jahre alt. In der Vergangenheit hatten wir hier bereits einige Rohrbrüche zu beklagen - natürlich auch zum Leidwesen der Anwohner. Deshalb investieren wir, um die Versorgungssicherheit für unsere Kunden wieder spürbar zu verbessern", schildert André Große, der zuständige Bauleiter in der MIDEWA-Niederlassung Anhalt - Harzvorland mit Sitz in Köthen (Anhalt). 

Die Leitung mit einer Nennweite von 200 Millimetern wird im östlichen Gehweg verlegt. Hier liegt bereits die alte Wasserleitung, die neue wird oberhalb des Altbestandes im Erdreich verlegt. Damit wird die bestehende Trasse wieder genutzt. Die Platzverhältnisse sind im schmalen Gehwegbereich zwar nicht optimal, doch eine andere Lösung gebe es nicht, weiß André Große. „Ursprünglich wollten wir mit der neuen Leitung in den Straßenbereich gehen. Die Landesstraßenbaubehörde hatte wegen des Schwerlastverkehrs vom Hafen Aken allerdings Bedenken angemeldet, sodass wir für diese Variante keine Genehmigung bekommen haben", begründet André Große die Entscheidung. 

Seit Anfang dieser Woche sind die Arbeiter der Tief- und Erdbau Kleinpaschleben GmbH mit dem Tiefbau beschäftigt. Um die Rohrverlegung kümmern sich anschließend die MIDEWA-Mitarbeiter des Servicebereiches Köthen. In den vergangenen Wochen sind bereits die Anschlüsse an den neuen Knotenpunkten hergestellt worden. In der Lindenstraße, der Karl-Liebknecht-Straße und der Ringstraße werden die Schieberkreuze ausgetauscht, zum Teil ist das bereits passiert.Bei Bedarf werden auch die 20 Hausanschlüsse erneuert. 

Damit die Anwohner während der Bauphase jederzeit zuverlässig mit Trinkwasser versorgt sind und ihre Grundstücke erreichen können, wird ein Leerrohr für die Notwasserleitung im Gehwegbereich vergraben - und nach Abschluss der Arbeiten wieder entfernt. 

Die Arbeiten am Versorgungsnetz werden voraussichtlich drei Monate in Anspruch nehmen, schätzt André Große. Und sie werden vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie begleitet. „Im Zuge der Genehmigungsplanung hatte die Untere Denkmalschutzbehörde beim Landkreis Anhalt-Bitterfeld unsere Maßnahme als Eingriff in ein Kulturdenkmal eingeschätzt", ergänzt der MIDEWA-Bauleiter. Im Baubereich habe man es mit einem mehrperiodigen Bestattungsareal mit Brand- und Körperbestattungen zu tun. Daraus resultiert die Auflage einer baubegleitenden archäologischen Untersuchung und Dokumentation.