Neue Löschwasserhydranten im Gewerbegebiet Zorbau

Neun defekte Löschwasserhydranten im Gewerbegebiet Zorbau werden seit Mitte Oktober erneuert. Das erledigt die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH im Auftrag der Stadt Lützen (Burgenlandkreis).

„Wir haben im vergangenen Jahr mit der Stadt einen Wartungsvertrag im Bereich der Löschwasserversorgung im Gewerbegebiet Zorbau geschlossen. Nach einer umfassenden Bestandsaufnahme ergab sich, dass neun von 76 Löschwasserhydranten ersetzt werden müssen. Das tun wir seit dem 15. Oktober. Bis Mitte November wollen wir mit den Arbeiten fertig sein“, informiert Ronny Dallmeier, Leiter Betrieb der MIDEWA-Niederlassung Saale – Weiße Elster.

Grundsätzlich obliegt die Löschwasserversorgung den Städten und Gemeinden. Das ist deren ureigenste Aufgabe und im Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt auch so geregelt.

„Vom Grunde her sind wir der regionale Trinkwasserversorger in vielen Orten des südlichen Sachsen-Anhalts. Da wir über das Fachwissen verfügen, unterstützen wir Kommunen bei der Löschwasserversorgung, unter anderem bei der Erstellung von Konzeptionen, aber auch – wie im Fall des Gewerbegebietes Zorbau – in Form von Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten an den technischen Anlagen und dem Netz“, erklärt Michaela Kübler, die Technische Leiterin der Niederlassung Saale – Weiße Elster.

Die Stadt Lützen war im vergangenen Jahr auf die MIDEWA zugekommen. Dabei ging es um die Wartung und Instandhaltung einer Löschwasserpumpenanlage und den dazugehörigen Hydranten im Gewerbegebiet. Von  insgesamt 124 Hektar Fläche sind fast 100 Hektar vergeben. „Das heißt, hier ist eine Menge Bewegung, es sind viele Unternehmen ansässig, und wenn es brennt, müssen die Feuerwehrkameraden natürlich vernünftige Bedingungen zum Löschen vorfinden“, schildert Ronny Dallmeier.

In einem ersten Schritt ist die aus den 90er-Jahren stammende Löschwasserpumpenanlage gewartet worden. Da die Pumpen verschlissen gewesen sind, wurden sie ersetzt. Über vier Pumpen können pro Stunde bis zu 200 Kubikmeter Wasser aus dem angrenzenden Teich zur Verfügung gestellt werden. Der wird über das Oberflächenwasser regelmäßig gespeist. Über die Pumpenanlage – vom Prinzip her vergleichbar mit einer Druckerhöhungsstation – wird das Wasser angesaugt und schließlich mit der nötigen Menge und dem nötigen Druck für die Hydranten bereitgestellt, so dass die Feuerwehr auf das Löschwasser zugreifen kann.

Das Löschwassersystem im Gewerbegebiet Zorbau habe nichts mit dem Trinkwassernetz zu tun, für das die MIDEWA verantwortlich sei, betont Ronny  Dallmeier. Die Trinkwasserversorgung der Menschen werde über ein zweites Leitungsnetz sichergestellt. „In größeren Gewerbegebieten“, weiß Michaela Kübler, „ist eine solche Trennung von Lösch- und Trinkwasserversorgung durchaus üblich.“

Damit die MIDEWA-Mitarbeiter um Ronny Dallmeier künftig immer im Bilde sind, ob die Löschwasserpumpen-anlage auch reibungslos funktioniert, ist sie in das Prozessleitsystem des Unternehmens eingebunden. So können sämtliche Betriebsdaten aus der Ferne eingesehen werden. „Wenn die Feuerwehr zum Beispiel über einen Löschwasserhydranten Wasser entnimmt, dann sehen wir das sofort auf unserem Laptop“, erklärt Ronny Dallmeier. Durch diese Vernetzung sei man in der Lage, im Fall einer Störung jederzeit schnell zu reagieren. Wichtige Zeit gehe damit nicht verloren.