Neustart für die Hausinstallation

Seit Wochen ruht das öffentliche Leben weitgehend. Schulen, Kindertagesstätten, Freizeiteinrichtungen, Museen, Fitnessstudios, Hotels und Gaststätten - alle haben zu oder stehen nur teilweise zur Verfügung. Damit wird an entsprechender Stelle auch kaum Trinkwasser benötigt.

Mit den beschlossenen Lockerungen der politisch Verantwortlichen dürfen bestimmte Räumlichkeiten allmählich wieder genutzt werden - verbunden mit strengen Auflagen, um die Ausbreitung des Corona-Virus nicht wieder zu intensivieren. In dem Zusammenhang sollten die Eigentümer neben vielen anderen Dingen, die jetzt wichtig sind, besonders die Trinkwasserqualität in der Hausinstallation im Blick haben. Eine einfache, aber äußerst sinnvolle Maßnahme, die auch das Umweltbundesamt empfiehlt: Den Wasserhahn an sämtlichen Entnahmestellen im Objekt aufdrehen und das Trinkwasser einige Minuten ablaufen lassen, bis es sich angenehm frisch anfühlt und seine Temperatur gleichbleibend ist.

Sofern die Hausinstallation bei längerer Abwesenheit ordnungsgemäß stillgelegt wurde - entweder durch Entleerung oder Absperrung des Hausanschlusses -, sollte sich ein Fachbetrieb um die Wiederinbetriebnahme kümmern. Christine Gronwald, Mitarbeiterin der technischen Abteilung bei der MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH, betont: “Arbeiten an der Hausinstallation dürfen grundsätzlich nur Installationsunternehmen übernehmen, die qualifiziert und bei dem zuständigen Wasserversorgungsunternehmen, in dem Fall bei uns, zugelassen sind.”

Im Übrigen schreibt das Regelwerk vor, in ungenutzten Gebäuden oder Gebäudeteilen grundsätzlich - also auch in Zeiten ohne Virus-Pandemie - regelmäßig dafür zu sorgen, dass ein Wasseraustausch erfolgt. Das vermeide, so Christine Gronwald, eine Verkeimung des Trinkwassers, das in den Leitungen möglicherweise über längere Zeit stagniert und nicht genutzt wird. Damit die Trinkwasserqualität gewährleistet ist, sollte mindestens ein Mal pro Woche, am besten alle 3 Tage, ein kompletter Wasseraustausch erfolgen, empfiehlt sie. Sollte dies nicht zu realisieren sein, könnte es unter Umständen sinnvoll sein, den Trinkwasseranschluss vorübergehend stillzulegen.

Die MIDEWA gewährleistet - unabhängig von den Einschränkungen, die das Corona-Virus mit sich bringt - nicht nur zuverlässig die Versorgung der Menschen mit Trinkwasser. Das Unternehmen mit Sitz in der Dom- und Hochschulstadt Merseburg unterstützt öffentliche Einrichtungen auch bei der bakteriologischen Untersuchung des Trinkwassers nach der Wiederinbetriebnahme der Hausinstallation.

“Bis zum Wasserzähler liegt die Trinkwasserqualität in unserer Verantwortung”, hebt Christine Gronwald hervor. Das gelte allerdings nicht für die Trinkwasserinstallation und deren Nutzung auf Grundstücken und in Gebäuden. Hier habe die MIDEWA keinen Einfluss auf die Qualität des Lebensmittels Nummer 1 - und sei auch nicht zuständig. “Hier ist der Hauseigentümer in der Verantwortung”, weiß die MIDEWA-Expertin.

Wer Fragen dazu hat, wendet sich am besten direkt an seinen Installationsfachbetrieb. Auf der Internetseite des Wasserversorgers sind die bei der MIDEWA eingetragenen und damit fachlich geprüften Installationsbetriebe gelistet. Außerdem ist dort eine Information des Branchenverbandes DVGW zu finden, in der über die vorübergehende Stilllegung von Trinkwasserinstallationen informiert wird. Mehr unter www.midewa.de.

Downloads


Neustart für die Hausinstallation | PDF - 134 KB