Nißma ohne Wasser

In Nißma (Gemeinde Elsteraue) fließt seit Freitagmorgen kein Wasser aus dem Hahn. Wie Olaf Grosser, zuständiger Servicebereichsleiter bei der MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mhH, berichtet, hatte ihn ein Anwohner - vermutlich auf dem Weg zur Arbeit - gegen 6.45 Uhr angerufen. “Da lief das Wasser die Straße runter”, schildert Olaf Grosser, der zu dieser Zeit Bereitschaft hatte. 

Gegen 7.30 Uhr entschied die MIDEWA, den Bereich abzuschiebern, also die Leitung zuzudrehen. Damit sollte verhindert werden, dass die durch den Ort führende Kreisstraße unterspült wird. “Das heißt aber auch, dass die Anwohner seither zu Hause kein Wasser haben”, sagt Olaf Grosser. Eine gezielte Lecksuche sei in dem Fall nicht möglich gewesen. Die alte Leitung mit einem Innendurchmesser von 100 Millimetern besteht aus Asbestzement. Man hätte lediglich ein Bodenmikrofon einsetzen können, um das Leck einzugrenzen Doch dafür, so der Sevicebereichsleiter, seien die oberirdischen Fließgeräusche des Wassers zu störend gewesen.

Am Morgen begannen Mitarbeiter der MIDEWA, unterstützt von einer Baufirma, die Straße in dem Bereich, wo der Rohrbruch vermutet wird, aufzuschachten. Die Kreisstraße 2216 ist zu diesem Zweck halbseitig gesperrt. Olaf Grosser will nicht spekulieren, wie lange die Reparatur dauern wird. Erst müsse man Gewissheit, wie groß das Leck wirklich ist. 

Seit dem Morgen stehe in Nißma an zentralen Orten zwei Wasserwagen der MIDEWA, so dass sich die Einwohner zwischenzeitlich darüber mit Trinkwasser versorgen können. Der Wasserversorger bittet die Unannehmlichkeiten zu entschudigen. 

 

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