Notwasserwagen funktioniert wie am Schnürchen

Mit einer Notfallübung an der Seniorenpflegeeinrichtung in der Schafstädter Nordpromenade hat die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH am 1. Dezember 2022 den im vergangenen Jahr angeschafften Notwasserwagen auf Herz und Nieren getestet. "Ein rundum gelungener Einsatz", resümierte Michaela Kübler, die Technische Leiterin der MIDEWA.

"Glücklicherweise haben wir es nicht jeden Tag mit Situationen zu tun, in denen die Trinkwasserversorgung für einen längeren Zeitraum ausfällt und unsere mobile Wasserreserve zum Einsatz kommen muss. Umso wichtiger ist es, das Spezialfahrzeug jederzeit zu beherrschen, damit alle Handgriffe im Ernstfall sitzen", ergänzt die MIDEWA-Expertin. 

Der Tankwagen mit einem Fassungsvermögen von 10 000 Litern Trinkwasser versetzt die MIDEWA in die Lage, auf kritische Situationen flexibel zu reagieren. Zumal das Fahrzeug über besondere Funktionen verfügt: eine mobile Desinfektionsanlage und eine integrierte Pumpstation. "Wir können das Trinkwasser aus dem Wagen damit direkt in ein anderes Versorgungsnetz, zum Beispiel eines Krankenhauses, einspeisen. Vorab wird es desinfiziert, damit auch die Qualität einwandfrei ist", erläutert Michaela Kübler. All das wurde am 1. Dezember intensiv geübt - ohne Beanstandungen. 

„Das Thema Notversorgung spielt gerade aktuell für viele Bereiche eine wichtige Rolle. Wir freuen uns daher, dass die MIDEWA mit Hilfe von Mitteln des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe diesen Trinkwasser-Wagen finanzieren konnte und wir nun in unserer Region für Notfälle in der Trinkwasserversorgung gut aufgestellt sind“, sagt Sabine Faulstich, die Leiterin des Umweltamtes beim Saalekreis.

Neben behördlichen Vertretern verschiedener Ämter des Saalekreises verfolgte man auch in der  Pflegeeinrichtung interessiert den simulierten Einsatz des Notwasserwagens. Über die mobile Wasserreserve könnte die Versorgung bei gleichbleibendem Nutzungsverhalten bis zu anderthalb Tagen aufrechterhalten werden. 

Michaela Kübler: "Ich denke, es war sehr hilfreich, unseren Tankwagen mit all seinen technischen Möglichkeiten im Einsatz zu präsentieren, sodass externe Beobachter und potenzielle Nutzer eine bessere Vorstellung bekommen." Notfallübungen wie diese soll es in Zukunft regelmäßig geben, damit die Kollegen die einzelnen Handgriffe - vom Befüllen des 10 000-Liter-Tanks bis zur Einbindung in ein externes Versorgungsnetz - problemlos beherrschen. 

Das mit über 400 PS motorisierte Fahrzeug ist im leeren Zustand - also ohne Wasserreserve an Bord - fast zwölf Tonnen schwer. Hinzu kommen im Maximalfall zehn Kubikmeter (zehn Tonnen) Wasser. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 26 Tonnen.

Es gelten sowohl im Freien als auch in der Pflegeeinrichtung Corona-Schutzmaßnahmen. Es wird darum gebeten, während der gesamten Notfallübung eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.