Putzaktion in vollem Gange

Irgendwann sind sie alle dran - und müssen ordentlich geschrubbt werden: die Wasserspeicher im Versorgungsgebiet der MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH. Eine Großaktion. Seit Mitte Februar konzentrieren sich die Saubermänner in ihren weißen Schutzanzügen nun auf den Hochbehälter Muldenstein, den einzigen im Servicebereich Muldenaue. 

“Besonders im Fall eines Rohrbruchs und wenn die Trinkwasserversorgung vorübergehend unterbrochen ist, ist dieser Wasserspeicher extrem wichtig. Wir könnten die Kunden in Bitterfeld, Muldenstein sowie Friedersdorf, Mühlbeck und Pouch etwa zwei Tage mit der Reserve aus dem Hochbehälter Muldenstein weiter mit Trinkwasser versorgen”, informiert Martin Rühling, der zuständige Servicebereichsleiter. 

Zurzeit muss die MIDEWA in Bitterfeld auf die 8000 Kubikmeter große Reserve im Hochbehälter verzichten, denn der Speicher wird gründlich gereinigt. “Diese Aktion wird akribisch geplant und erfolgt nach einem festgelegten Intervall. Wasser ist ein Lebensmittel. Wir müssen die Qualität sicherstellen und dazu gehört auch, dass wir den Behälter regelmäßig reinigen und inspizieren”, erklärt Martin Rühling. Aber bevor geputzt werden kann, ist einiges zu organisieren: “Wir müssen die Trinkwasserversorgung komplett umstellen, den Zulauf für den Hochbehälter außer Betrieb nehmen und die Kunden über eine Umleitung am Hochbehälter vorbei mit Wasser versorgen. Wir fahren den Behälter leer - bis zu einem gewissen Füllstand. Unser Ziel ist es dabei, so wenig Wasser wie möglich ablaufen zu lassen. Deshalb versorgen wir in den Tagen vor der Reinigung die Kunden vorzugsweise über die Trinkwasserreserve im Behälter.”

Ist der Behälter dann nahezu leer, ziehen die MIDEWA-Experten ihre Schutzausrüstung an und legen los. Die Wände und der Fußboden werden mit Hochdruckreinigern bearbeitet, so dass alle Ablagerungen gelöst und am Ende entsorgt werden können. Gleichzeitig wird das Bauwerk von der Substanz her in Augenschein genommen. “Gibt es Schäden, Risse zum Beispiel, dann sehen wir das nur, wenn der Speicher leer ist”, so der Servicebereichsleiter. 

Circa zwei Wochen dauert die Putzaktion insgesamt - vom Umstellen der Versorgung, dem Leerlaufen des Behälters, Reinigen bis zum Wiederherstellen des Regelbetriebes. Am Ende muss das neu eingespeiste Trinkwasser, bevor es ins Versorgungsnetz gegeben wird, auf seine Qualität hin überprüft werden, “wie das auch im Trinkwassernetz gemacht wird, wenn wir dort etwas erneuern oder reparieren”, schildert Martin Rühling. Und erst nach der Hygienefreigabe steht der Hochbehälter Muldenstein wieder für die Trinkwasserversorgung der MIDEWA-Kunden zur Verfügung. 

 

 

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Behälterreinigung Muldestein | PDF - 128 KB