Qualität immer im Blick

Große Hitze oder klirrende Kälte - für die Qualität des Trinkwassers spielen Witterungsbedingungen überhaupt keine Rolle. „Unser Wasser muss jederzeit den Anforderungen der Trinkwasserverordnung genügen und in einwandfreier Qualität aus dem Hahn fließen", betont Christine Gronwald, Mitarbeiterin in der technischen Abteilung der MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH.  

Neben punktuellen Stichproben durch die Gesundheitsämter hat die MIDEWA das Trinkwasser in ihrem Versorgungsgebiet im ersten Halbjahr 2021 fast 800 Mal kontrolliert. Rund 11 000 einzelne Parameter sind dabei bestimmt worden. An mehr als 650 Probestellen im gesamten Versorgungsgebiet wurde Wasser entnommen, um es anschließend im Labor untersuchen zu lassen. „Am wichtigsten ist dabei die bakteriologische Beschaffenheit. Wasser darf nicht krank machen. Unsere Kunden erwarten zu recht von uns ein Lebensmittel erster Güte", sagt Christine Gronwald, die im Unternehmen die Expertin in Sachen Trinkwasserqualität ist. Sie organisiert die kontinuierliche Probenahme und wertet die Laboranalysen aus. 

Die Fülle an Proben verschafft dem Wasserversorger den bestmöglichen Überblick über die Beschaffenheit des Trinkwassers. „Deshalb nehmen wir die Proben nicht nur am Wasserhahn, sondern schon im Grundwasser und in den Brunnen. Wir überprüfen die Qualität von Roh- und Reinwasser und natürlich unmittelbar an vielen Stellen in unserem Versorgungsnetz", sagt Christine Gronwald. So zum Beispiel an den zahlreichen Übernahmestellen aus dem Netz der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH. Das Wasser für die MIDEWA-Kunden kommt größtenteils aus der Elbaue und dem Ostharz. 

Auch wassertechnische Anlagen, wie Hochbehälter oder Druckerhöhungsstationen stünden regelmäßig unter Kontrolle, genauso öffentliche Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen, Rathäuser oder Altenpflegeheime. Selbst in Privathaushalte gehe man punktuell, um sicherzustellen, dass das Lebensmittel Nummer 1 allen Vorgaben entspricht, informiert Christine Gronwald.

Seit einigen Wochen wird die Tour der Probenehmer sogar noch etwas länger. Denn auch die neuen  öffentlichen Trinkpunkte - die ersten wurden in Osterhausen (Lutherstadt Eisleben) und an der Köthener Badewelt installiert - werden in den turnusmäßigen Probeplan eingebunden. Aus Anlass ihres 25. Geburtstages im Dezember installiert die MIDEWA in diesem Jahr in Abstimmung mit den Städten und Gemeinden 25 öffentlich zugängliche Trinkbrunnen - und setzt damit eine Forderung aus der Europäischen Trinkwasserrichtlinie um, wonach vermehrt Wasser im öffentlichen Raum zur Verfügung gestellt werden soll.

Bereits seit 2010 engagiert sich der Wasserversorger auch in den Schulen und Kindergärten und baut dort Trinkbrunnen ein. Auch diese Wasserentnahmestellen, sagt Christine Gronwald, würden qualitativ überwacht. Gerade nach den großen Ferien oder auch in der Pandemie, als viele Brunnen vorsorglich abgestellt worden, sei es ratsam, das Wasser einfach ein bisschen ablaufen zu lassen.

Genau das empfiehlt die MIDEWA-Mitarbeiterin gerade bei großer Hitze auch am Wasserhahn zu Hause. „Gekühlt schmeckt es sowieso am besten", findet sie.