Raguhn-Jeßnitz stellt weiter auf LED um

Die Stadt Raguhn-Jeßnitz lässt aktuell weitere Straßenzüge in Retzau, Altjeßnitz und Jeßnitz auf LED-Beleuchtung umrüsten. Es handelt sich um 147 Leuchten, vorwiegend des Typs Alfons, hergestellt im Traditionsbetrieb Leipziger Leuchten. Die Kosten liegen bei knapp 66.500 Euro.

Bereits 2020 wurden 351 Leuchten in einzelnen Straßen von Jeßnitz, Raguhn, Marke, Priorau, Altjeßnitz, Thurland und Tornau erneuert und rund 175.000 Euro investiert. Die Stadt hatte in beiden Fälle 100 Prozent Fördermittel aus dem Stark V-Programm erhalten, mit dem finanzschwache Kommunen bei der Modernisierung ihrer Infrastruktur unterstützt werden.

Die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH, die nicht nur in der Trinkwasserversorgung tätig ist, sondern sich unter anderem in Köthen auch um die Öffentliche Beleuchtung kümmert, hatte sich in der Ausschreibung mit dem wirtschaftlichsten Angebot durchgesetzt. In den kommenden Tagen wird MIDEWA-Mitarbeiter Dirk Gerullis in Jeßnitz noch die restlichen Lichtpunkte in der Raguhner und Muldensteiner Straße sowie im Bereich der Brücke an der Muldensteiner Straße erneuern. Insgesamt wurden in Jeßnitz rund 50 LED-Leuchten installiert. Spätestens zu Beginn der zweiten Novemberwoche soll das Gesamtvorhaben für dieses Jahr  abgeschlossen sein.

Nach und nach will die Stadt Raguhn-Jeßnitz in allen Straßen die herkömmliche Beleuchtung auf LED umrüsten und damit ihr vom Stadtrat beschlossenes Energieeinsparkonzept realisieren. Sie setzt dabei erneut auf die fachliche Unterstützung der MIDEWA, die mit ihrer Niederlassung Muldenaue-Fläming in Bitterfeld ansässig ist.

Wie viel Energie - gemessen in Watt und Euro - tatsächlich eingespart wird, kann erst nach einer gewissen Laufzeit der LED-Leuchten belegt werden. Grundsätzlich, so Bürgermeister Bernd Marbach, setze man mit LED auf eine klimafreundliche und zukunftsfähige Beleuchtungsart, die am Ende circa 70 Prozent weniger Energie verbrauchen werde. Darüber hinaus reagiere man mit der Investition auf den gestiegenen Reparaturaufwand der alten Straßenbeleuchtung.  

"Wir haben vor, in den kommenden drei Jahren nahezu alle Leuchten in unserer Stadt mit LED zu betreiben. Allerdings müssen wir das über unseren Haushalt finanzieren, da das Fördermittelprogramm Ende 2021 ausläuft", informiert Bernd Marbach. Er gehe davon aus, dass man im Frühjahr kommenden Jahres eine nächste Ausschreibung starten werde. Raguhn-Jeßnitz verfügt insgesamt über 1 600 Lichtpunkte. Knapp 500 sind bereits gewechselt.