Stück für Stück vorwärts

 

In Edderitz (Stadt Südliches Anhalt) steht  die umfangreichste Investitionsmaßnahme der MIDEWA-Niederlassung Anhalt – Harzvorland des Jahres 2018 kurz vor dem Abschluss.

Seit April ist der Thomas-Müntzer-Ring in Edderitz Baustelle. 1 200 Meter Trinkwasserleitung wurden hier neu verlegt. Ende September will die MIDEWA das Projekt abschließen.

„Wir haben für den Ort eine Prioritätenliste erstellt und geschaut, wo haben wir beispielsweise am häufigsten Rohrbrüche. Das Ergebnis war relativ eindeutig. Die alte Leitung hat uns seit langem schon Sorgen bereitet. Deshalb investieren wir hier fast 170.000 Euro und modernisieren die Trinkwasserversorgung, so dass wir in den nächsten Jahrzehnten keine Probleme haben sollten“, schildert André Große, der zuständige Bauleiter bei der MIDEWA in Köthen.

Ein weiterer Grund, die Leitung zu erneuern: Die alten Rohre verlaufen zum Teil noch über privaten Grund und Boden. „Wenn wir zum Beispiel einen Rohrbruch beseitigen müssen“, erklärt André Große, „lassen sich Schäden an den Einfriedungen der Eigentümer nicht immer vermeiden. Deshalb ist es besser, wenn die Trinkwasserleitung im öffentlichen Raum liegt. Das erleichtert uns in jedem Fall die Arbeit.“

Auf 900 Metern verfügt die neue Leitung aus Polyethylen über einen Innendurchmesser von 125 Millimetern, auf 300 Metern wurden Rohre mit 180 Millimetern Durchmesser verlegt. Hinzu kommen 25 neue Hausanschlüsse und fünf Schieberkreuze.

Um die Beeinträchtigungen für die Anwohner und auch den nachfolgenden Straßenbau in Grenzen zu halten, wurden die neuen Leitungen im Bohrspülverfahren verlegt. Das übernahm eine Fachfirma aus Wettin-Löbejün. „Circa im Abstand von 100 Metern haben wir Baugruben. Von hier aus konnten wir die neuen Leitungen dann computergesteuert an Ort und Stelle platzieren. Im Vorfeld“, erläutert der MIDEWA-Bauleiter, „hatte eine Bohrlanze ein Loch ins Erdreich gegraben und sich immer weiter vorgearbeitet. Bis zur nächsten Baugrube. Bevor die Leitung eingezogen werden konnte, musste die Öffnung aufgeweitet werden. Erst dann war genug Platz im unterirdischen Rohrgraben.“ Die MIDWEA habe mit dieser Technik bereits gute Erfahrungen gemacht. „Dadurch sparen wir am Ende die Kosten für den Straßenbau.“