Talente fördern

“Ich würde mich super freuen, wenn ich mir bald persönlich ansehen könnte, was die MIDEWA macht. Mich interessiert das sehr und ich bin neugierig, auch andere berufliche Aspekte kennenzulernen.” Das sagt Carolin Lohmann, eine junge Frau, die ein Faible für technische Abläufe, für Chemie und für Umwelttechnik im Allgemeinen hat.

Sie zählt zu den Deutschlandstipendiaten dieses Jahres an der Hochschule Merseburg. Seit 2017 unterstützt die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH mit ihrem Engagement die Hochschule und damit begabte und leistungsstarke Studierende. 

“Für uns ist das nicht nur ein Projekt, das wir jedes Jahr mit großer Vorfreude und viel Herzblut angehen. Als mittelständisches, regionales Unternehmen pflegen wir auch auf diesem Weg die enge Beziehung zur Hochschule Merseburg und investieren in die Zukunft junger Menschen, die beruflich eine Menge erreichen wollen”, erklärt Petra Assmann, die Personalleiterin der MIDEWA. In dieser Funktion betrachtet sie das Deutschland-Stipendium zugleich als “ein wichtiges Instrument der Personalentwicklung” - auf der Suche nach klugen Köpfen. 

“Als praxisorientierte Fachhochschule ist es uns besonders wichtig, dass unsere Studierenden frühzeitig den Kontakt mit Vertretern ihres künftigen Berufsfeldes knüpfen und damit bereits wertvolle Erfahrungen sammeln können”, erklärt Prof. Dr. Jörg Kirbs, der Rektor der Hochschule. 

Carolin Lohmann ist 23 Jahre alt, kommt aus Braunsbedra und studiert im fünften Semester an der Hochschule Merseburg Chemie- und Umwelttechnik (Bachelor). Nach der Schule absolvierte sie eine Ausbildung zur Chemikantin bei der Dow Olefinverbund GmbH.  

Nun wird sie für ein Jahr durch den Wasserversorger im südlichen Sachsen-Anhalt während ihres Studiums unterstützt. Am Deutschlandstipendium schätzt sie besonders die Chance, sich auf diese Weise “voll und ganz auf das Studium konzentrieren zu können”. Auch wenn in ihrem Fall, wie Carolin Lohmann sagt, der finanzielle Aspekt nicht im Vordergrund stehe. Durch ihr duales Studium bekommt sie bereits Lohn. “Trotzdem bin ich sehr dankbar für diese zusätzliche Förderung.” Außerdem bekomme sie so die Gelegenheit, auch andere Unternehmen, die in der Region aktiv sind, kennenzulernen. “Ich bin froh, dass ich einen regionalen Förderpartner habe, da ich ja selbst auch aus der Region komme”, schreibt sie in einer Mail an Petra Assmann, nachdem sich beide zur Übergabe der Urkunden in der Aula der Hochschule Ende Oktober getroffen hatten. 

“Auch wir”, betont die MIDEWA-Personalleiterin, “sind dankbar, eine so engagierte und interessierte junge Frau fördern zu können und versprechen uns von dieser Konstellation natürlich wertvolle Impulse für unsere künftige Arbeit.” Worauf legen angehende Fachkräfte bei ihrer Berufswahl und der Entscheidung für einen Arbeitgeber Wert? Worauf kommt es ihnen an? 

Fragen wie diese würde Petra Assmann sehr gern mit Carolin Lohmann in aller Ruhe erörtern. Doch das nähere  Kennenlernen wird wohl noch warten müssen. Solange die Corona-Pandemie weiterhin hohe Infektionszahlen aufweist, legt die MIDEWA großen Wert darauf, alle Kontakte auf das absolut Notwendige zu reduzieren. Die Wasserversorgung zählt zu den systemrelevanten Branchen. Umso wichtiger sind gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 

Hintergrund:

Das Deutschlandstipendium fördert begabte und engagierte Studierende mit 300 Euro pro Monat. Der Bund übernimmt 150 Euro, die zweite Hälfte stiften Wirtschaft oder private Geldgeber. Das Stipendium wird weder auf das Einkommen noch an das BAföG angerechnet. 

Alle Studierenden der Hochschule können sich für ein Deutschlandstipendium bewerben, wenn sie die Regelstudienzeit nicht überschreiten. Berücksichtigt werden erbrachte Leistungen, persönlicher Werdegang, gesellschaftliches Engagement, Bereitschaft zur Verantwortung sowie besondere soziale, familiäre oder persönliche Umstände.

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