Test bestanden

Die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH will Kommunen bei der Löschwasserversorgung noch stärker unter die Arme greifen. Mit der Stadt Hohenmölsen ist ein Pilotprojekt gestartet worden. Kameraden der Ortsfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Hohenmölsen haben die oberirdische Löschwasserzisterne kürzlich auf dem Betriebsgelände der MIDEWA in Stößen (Burgenlandkreis) testen können.

Die Bereitstellung von Löschwasser obliegt grundsätzlich den Kommunen. So will es der Gesetzgeber. Doch oft genug geraten die Kommunen aus verschiedenen Gründen bei dieser Thematik an ihre Grenzen. Und nicht erst seit den extrem heißen und trockenen Sommermonaten der vergangenen beiden Jahre. Auch der sparsame Wasserverbrauch der Kunden zeigt hier indirekt Auswirkungen. Wo dauerhaft immer weniger Wasser abgenommen wird, werden auch die Trinkwasserversorgungsnetze angepasst und geringer ausgelegt - nicht zuletzt im Sinne der Trinkwasserqualität.

Wenn die Feuerwehren dann Brände größeren Ausmaßes löschen und dabei auf das Trinkwassernetz zurückgreifen müssen, kann das problematisch werden, vor allem in ländlich geprägten, dünn besiedelten Regionen. “Wir müssen dafür sorgen, dass bei unseren Kunden jederzeit genügend Trinkwasser aus dem Wasserhahn läuft und die Qualität stimmt. Aber wir wollen auch unsere Partner in den Kommunen bei der Löschwasserproblematik nicht allein lassen und sie nach Kräften unterstützen”, schildert Karina Wasmund, Vertriebsmitarbeiterin bei der MIDEWA.

Die faltbaren Löschwasserzisternen sind eine Option, die die Kommunen je nach Bedarf  nutzen können. Es gibt sie mit einem Speichervolumen von bis zu 200 Kubikmetern. Auf Wunsch sind Sonderanfertigungen mit bis zu 2000 Kubikmetern Inhalt lieferbar. Sie bestehen aus einem hochfesten, technischen Gewebe mit PVC-Beschichtung, sind bei minus 30 Grad genauso einsetzbar wie bei plus 70 und werden von den Feuerwehren über eine unterirdische Entnahmestelle angezapft.

“Es ist das erste Mal, dass wir das System sehen und testen können”, sagt Lars Schmoranzer, Stadtwehrleiter in Höhenmölsen, wo man mit dem Gedanken spielt, sich mit Hilfe dieser Löschwasserzisternen besser aufzustellen. Es wäre eine zusätzliche Option zu Löschwasserteichen, Seen und dem Trinkwassernetz. Tino Ecker, Sachgebietsleiter Ordnung und Sicherheit bei der Stadt Höhenmölsen, ist begeistert von den Möglichkeiten, die das neuartige System mit sich bringt.

“Wir wollen mit dieser Lösung zeigen, dass wir die Probleme der Kommunen kennen und sie bei einer Lösung unterstützen, die natürlich nicht den Haushalt über Gebühr belasten darf”, weiß Thomas Civeyrac, Leiter der MIDEWA-Niederlassung Saale - Weiße Elster. Die Kosten, deutet er an, seien überschaubar. Die Kommunen würden bei Interesse mit der MIDEWA einen Dienstleistungsvertrag abschließen. Die MIDEWA wartet die Löschwasserzisterne schließlich - und befüllt sie nach Benutzung auch wieder. Nach zehn Jahren gehen sie in das Eigentum der Kommune über.

Hohenmölsens Stadtwehrleiter Lars Schmoranzer jedenfalls ist nach dem Testlauf zufrieden: “Es funktioniert. Die Leistungsfähigkeit ist da.”

 

Downloads


Test Löschwasserzisterne | PDF - 130 KB

Stößen: Übung auf dem Gelände des Wasserwerks mit der Freiwilligen Feuerwehr Hohenmölsen. Getestet wurde eine in Deutschland neuartige Löschwasserzisterne, die den Kommunen unterstützend angeboten werden soll, um den Löschwasserbedarf im Ernstfall vorzuhalten.