Trinkbrunnen gehen in den Winterschlaf

In ihrem Jubiläumsjahr hat die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH in vielen Städten und Gemeinden öffentliche Trinkpunkte an zentralen Punkten installiert: auf Marktplätzen, Spielplätzen, in Parkanlagen oder in der Nähe von Besuchermagneten. So wurden die blauen Wasserspender, die wie ein Hydrant aussehen, auf der Burg Freckleben installiert oder  im Schlosspark Droyßig. Nun schickt der Wasserversorger, der im Dezember seinen 25. Geburtstag feiert, die Outdoor-Anlagen in den Winterschlaf. Karina Wasmund ist Vertriebsreferentin bei der MIDEWA und hat das Trinkbrunnenprojekt federführend begleitet.

Frau Wasmund, die Brunnen werden jetzt winterfest gemacht. Was genau passiert da?

Die Trinkbrunnen sind technische Anlagen. Sie müssen regelmäßig gewartet und jetzt gegen die Kälte geschützt werden, sofern sie im Freien stehen. Das übernehmen unsere Trinkwassermonteure aus den einzelnen Servicebereichen. Sie nehmen die Anlagen im Außenbereich über den Winter komplett außer Betrieb. Es wird das Wasser abgelassen, um Frostschäden zu vermeiden. Das passiert bis Ende November bei sämtlichen  MIDEWA-Brunnen im Außenbereich. Damit die Passanten wissen, dass es aus den Brunnen im Moment kein Wasser gibt, werden wir jeweils einen Hinweis anbringen. Übrigens sollten auch zu Hause Wasserzähler und freiliegende Wasserleitungen spätestens jetzt winterfest gemacht werden, um später Schäden und damit verbunden Ärger zu vermeiden. 

Wie lange geht so ein Trinkbrunnen in den Winterschlaf?

Sobald wir frühlingshafte Temperaturen erreichen und die Frostgefahr auch über Nacht endgültig gebannt ist, können wir die Anlagen wieder in Betrieb nehmen. Alle Brunnen werden dann erst einmal auf Funktionalität geprüft und notwendige Wartungsarbeiten durchgeführt. Anschließend werden die Anlagen wieder in das öffentliche Trinkwassernetz eingebunden, gut gespült und Proben genommen, die im Labor untersucht werden. Erst nach Freigabe durch das Labor werden die Trinkbrunnen zur Nutzung freigegeben. Trinkwasser ist ein Lebensmittel und muss auch in den öffentlichen Trinkbrunnen jederzeit in bester Qualität verfügbar sein. Jeder kann sich dort nach Herzenslust bedienen und seinen Durst stillen. Im Sommer werden die Jüngsten besonders viel Spaß mit der Vernebelungsfunktion haben, die in allen Brunnen installiert ist. 

Die MIDEWA wird 25 Jahre alt. Aber das allein ist nicht der Anlass, die Brunnen aufzustellen, oder?

Nein. Die novellierte Europäische Trinkwasserrichtlinie hat die Forderung nach mehr öffentlichen Trinkpunkten verankert. Alle Kommunen sind damit in der Pflicht. Als regionaler Wasserversorger unterstützen wir die Städte und Gemeinden gern dabei, dieses Ziel zu erfüllen. Auch 2022 werden wir weitere Trinkbrunnen installieren. Es ist doch wunderbar, wenn die Menschen an noch mehr öffentlichen Stellen Zugang zum Trinkwasser erhalten und auch unterwegs ihren Wasserbedarf decken können. Das vermeidet nicht zuletzt Müll.