Trinkwasser wird strengstens kontrolliert

Kühl, erfrischend und so gut, dass man es jederzeit direkt aus dem Wasserhahn genießen kann: Trinkwasser zählt zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln – und gerade jetzt im Hochsommer achtet die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH besonders genau auf dessen Qualität.

Matthias Iser, Probenehmer bei der MIDEWA, verbringt täglich viele Stunden in seinem Spezialkastenwagen, der einem kleinen, mobilen Labor gleicht. Die Trinkwasserproben müssen während seiner täglichen Tour durch das Versorgungsgebiet der MIDEWA entsprechend gelagert und transportiert werden. Und dabei spiele es keine Rolle, ob draußen minus 20 Grad gemessen werden oder wir es wie schon seit Wochen mit extremer Hitze zu tun haben. „Die Wasserprobe“, weiß Christine Gronwald, die zuständige Mitarbeiterin für die Überprüfung der Trinkwasserqualität bei der MIDEWA, „muss exakt in dem Zustand im Labor ankommen, wie sie im Wasserwerk oder an einem Punkt in unserem Versorgungsnetz genommen wurde.“

Christine Gronwald erstellt den Tourenplan für Probenehmer Matthias Iser. Sofern nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommt, ist er fast täglich in bis zu sieben Landkreisen im Süden Sachsen-Anhalts unterwegs. „So gelingt es uns, in Zusammenarbeit und in enger Abstimmung mit den Gesundheitsämtern in jedem Ort des MIDEWA-Versorgungsgebietes jährlich zwei Proben zu nehmen“, schildert Christine Gronwald. Damit würde das Lebensmittel Nummer 1 entschieden häufiger auf die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte beprobt werden, als das gesetzlich geforderte Maß.

Handlungsgrundlage für den Wasserversorger ist die bundeseinheitliche Trinkwasserverordnung. Sie definiert die Qualitätsanforderungen für 56 mikrobiologische, chemische und physikalische Parameter. Im Jahr 2017 hat die MIDEWA mehr als 1 450 Analysen mit circa 21 000 verschiedenen Parametern in einem akkreditierten Labor beauftragt. Im ersten Halbjahr 2018 waren es 750 Analysen mit mehr als 11 000 Parametern.

Sollten Grenzwerte einmal überschritten werden – was, nach Aussage Christine Gronwalds „glücklicherweise selten vorkommt“ –, dann wäre die MIDEWA gut vorbereitet und in der Lage schnell zu handeln. Dazu zähle die Meldung an das zuständige Gesundheitsamt; außerdem würde man gegebenenfalls Desinfektionsmittel im erlaubten Rahmen zugeben oder das Versorgungsnetz in einem bestimmten Abschnitt spülen, um den Kunden anschließend wieder Trinkwasser in einwandfreier Qualität liefern zu können.

Im öffentlichen Bereich, also bis zum Wasserzähler, ist die MIDEWA für die Trinkwasserqualität verantwortlich. „Aber auch die Kunden müssen ihren Beitrag leisten, damit das Wasser am Waschbecken oder in der Dusche noch genauso gut ist“, betont Christine Gronwald. Denn hinter dem Wasserzähler beginnt die Verantwortung des Hauseigentümers – und auch der müsse die Vorgaben der Trinkwasserverordnung einhalten. Damit obliegt die Zuständigkeit für die einwandfreie Qualität des Trinkwassers, das auch preislich gegenüber handelsüblichem Mineral- und Tafelwasser seine Vorteile hat, beiden Seiten: der MIDEWA und dem Kunden.

Weitere Informationen zur Trinkwasserqualität im Internet auf der Seite www.midewa.de oder einmal jährlich im Kundenbrief MIDEWA Aktuell, der an alle Haushalte im Versorgungsgebiet verteilt wird.