Unterstützung in der Brandbekämpfung mit GISMo-Web

Wenn es brennt, zählt jede Sekunde. Umso wichtiger ist es, dass die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren genau Bescheid wissen, welcher Hydrant im Umfeld zur Verfügung steht und welche Leistung dort abrufbar ist. Also, wie viel Wasser in welcher Zeit aus dem Trinkwassernetz entnommen werden kann.

Am 29. Juni 2021 stellten Vertreter der MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH im Rathaus der Stadt Zahna-Elster eine nützliche Web-Applikation vor. Catrin Janke, Leiterin der MIDEWA-Niederlassung Muldenaue-Fläming, und Ellen Aust-Gruß, Projektleiterin Unternehmensentwicklung im Unternehmen, informierten Bürgermeister Peter Müller und Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr über das digitale Hydranten-Tool GISMo-Web und übergaben damit eine wichtige Informationsschnittstelle zur Löschwasserversorgung an die Gemeinde, die künftig damit arbeiten wird.  

Es handelt sich dabei um eine bei MIDEWA entwickelte Web-Applikation, die vor allem den Feuerwehren bei der Brandbekämpfung schnell und zuverlässig alle nötigen Informationen der Hydranten in dem Gebiet digital liefern soll - einfach durch Antippen auf dem Tablet-Bildschirm. 

Der Name: GISMo-Web. GIS ist die Abkürzung für Geographisches Informationssystem, in dem alle Anlagen der MIDEWA verzeichnet sind. Die Buchstaben Mo stehen für mobil. Auf einem Tablet sind die entsprechenden Karten - in dem Fall der Stadt Zahna-Elster - vorinstalliert und sämtliche Hydranten dokumentiert. Der große Vorteil: Mit diesem Tool, welches auch über eine Offline-Funktion verfügt, erfahren die Kameraden über ein Ampelsystem beim Antippen des jeweiligen Hydranten sofort, wie viel Wasser in welcher Zeit entnommen werden könnte. „Wir haben diese Web-Applikation inzwischen vielen Gemeinden zur Verfügung gestellt und erhalten viele postive Rückmeldungen. Wir hoffen, dass wir den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr damit eine sinnvolle Unterstützung an die Hand geben können", erklärt Niederlassungsleiterin Catrin Janke.

Gleichzeitig nutzten die Vertreterinnen der MIDEWA ihren Besuch im Rathaus, die Verantwortlichen der Stadt Zahna-Elster über Unterstützungsoptionen auf dem Gebiet der Löschwasserversorgung zu informieren. „Wir haben unter anderem im Burgenlandkreis gute Erfahrungen mit faltbaren Zisternen gemacht, die einen zusätzlichen wertvollen Löschwasservorrat bieten können", erklärt Ellen-Aust Gruß. Das helfe vor allem dort, wo die Gemeinde mögliche Schwachstellen in der Löschwasserversorgung definiert hat. Mit den Zisternen, die wetterfest und ohne großen Aufwand aufzubauen sind und die es in verschiedenen Größen gibt, könnte die Kommune Defizite beheben. Anhand eines Modells stellten sie das Prinzip vor.

Die Verantwortung für die Löschwasserbereitstellung tragen die Kommunen. Die MIDEWA unterstützt auf diesem Gebiet mit ihrem Know-how.