Unverzichtbar: Trinkwasser aus dem Hahn

Trinkwasser ist unverzichtbar. Jeder sieht Trinkwasser als Selbstverständlichkeit an. "Weil es immer in bester Qualität rund um die Uhr verfügbar ist", weiß Christine Gronwald, die bei der MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH in der technischen Abteilung arbeitet. Trinkwasserqualität ist ihr Tätigkeitsfeld - verbunden mit der Herausforderung, die hohen Standards an das Lebensmittel Nummer 1 permanent zu erfüllen. 

Trinkwasserversorgung ist Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Ein Thema, das am 23. Juni bewusst in den Fokus gerückt wird: am Tag der kommunalen Daseinsvorsorge. Im Versorgungsgebiet der MIDEWA nutzt jeder Bewohner täglich im Durchschnitt 92 Liter Trinkwasser, wie der Blick auf die Statistik des Jahres 2021 zeigt. Die MIDEWA liefert jährlich über 20 Millionen Kubikmeter Wasser an über 320 000 Menschen. Das Versorgungsnetz ist rund 5 000 Kilometer lang und zieht sich durch 63 Städte und Gemeinden im südlichen Sachsen-Anhalt. 

Damit das Lebensmittel mit der entsprechenden Qualität in den Haushalten ankommt, muss einiges getan werden. Vor allem muss es permanent untersucht werden. Über 100 Proben werden monatlich labortechnisch analysiert. Eine hohe Sicherheit - nicht nur jetzt im Sommer. "Wir sind jeden Tag unterwegs und nehmen an verschiedenen Stellen unseres Versorgungsnetzes Proben, zum Beispiel in Kindertagesstätten, Pflegeheimen oder Krankenhäusern; mittlerweile auch an unseren öffentlichen Trinkwasserbrunnen, die wir in den Tourenplan aufgenommen haben."

Christine Gronwald wirbt besonders am Tag der kommunalen Daseinsvorsorge dafür, seinen Wasserbedarf mit Trinkwasser zu decken. Aber wenn es draußen tagelang sehr heiß ist, fließt auch das Wasser nicht sofort gut gekühlt aus dem Hahn. Vor allem nicht nach dem Urlaub oder einem langen Wochenende, wenn im Haushalt kein Tropfen Wasser benötigt wurde. "Wir sprechen hier von Stagnationswasser, das sich in der Hausinstallation natürlich auch erwärmt. Dabei können sich unter Umständen auch Keime bilden und das Lebensmittel verunreinigen. Deshalb ist es wichtig, das Wasser dann eine Weile ablaufen zu lassen, bis es wieder eine konstant kühle Temperatur erreicht hat", empfiehlt Christine Gronwald und betont, dass die Verantwortung der Wasserversorgungsunternehmen bis zum Hausanschluss reicht; das letzte Stück bis zum Wasserhahn in Küche und Bad fällt dann in die Zuständigkeit des Hauseigentümers. 

Um das Wassertrinken nicht zu vergessen, hilft es, sich eine Karaffe Wasser auf den Schreibtisch oder den Arbeitsplatz zu stellen. Das, betonen Experten immer wieder, unterstützt auch eine bessere Konzentration. Mindestens anderthalb Liter Flüssigkeit sollten Erwachsene pro Tag zu sich nehmen - bei hochsommerlichen Temperaturen oder sportlicher Betätigung am besten noch mehr. 

"Wir sind in der komfortablen Lage, dass wir tatsächlich mit einer hohen Selbstverständlichkeit über Trinkwasser verfügen können. Aber in vielen Ländern dieser Welt ist Trinkwasser alles andere als selbstverständlich", betont Christine Gronwald und rät zu einem bewussten Umgang mit der Ressource.