Was will ich eigentlich werden?

Fynn und Henry Holzknecht werden den Zukunftstag am 28. April gemeinsam verbringen. Fynn besucht die sechste Klasse der Sekundarschule "An der Rüsternbreite" in Köthen. Henry Holzknecht arbeitet für die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH und kennt die Beleuchtung der Bachstadt in- und auswendig. Er kümmert sich seit fast 35 Jahren darum, dass die Straßen und Plätze in der Dunkelheit hell erleuchtet sind. Am bundesweiten Zukunftstag nutzt er die Chance, seinem Enkel zu zeigen, wie sein Arbeitsalltag aussieht.

Coronabedingt ist der Zukunftstag zwei Jahre lang ausgefallen. Zumindest hatten die jungen Leute keine Chance, sich unmittelbar in den Betrieben über ein Berufsbild zu informieren und Mitarbeiter bei ihrer Arbeit zu begleiten. In diesem Jahr besteht die Chance wieder. "Es ist immens wichtig, dass die Schüler Praxiserfahrungen sammeln und ihre Fragen stellen können. In einem Praktikum kann man die Eindrücke dann zu einem späteren Zeitpunkt gern vertiefen. Wir freuen uns auf jeden Fall, dass es wieder einen richtigen Zukunftstag gibt. Wir sind dabei", sagt Christian Wallschläger, Leiter der MIDEWA-Niederlassung Anhalt - Harzvorland. 

Die MIDEWA betreut in Köthen (Anhalt) rund 3 500 Lichtpunkte. Einige werden Fynn und Henry Holzknecht am 28. April sicher in Augenschein nehmen und bei Bedarf austauschen. Dass sich sein Enkel besonders auf die Fahrt mit dem Hubsteiger freut, kann Henry Holzknecht gut nachvollziehen. Er freut sich auf diesen gemeinsamen Tag. 

"Mein Vater hat in der Stadt- und Gemeindewirtschaft gearbeitet und ich habe ihn ab und zu begleiten dürfen. Von daher wusste ich sehr früh, was ich werden wollte", sagt Henry Holzknecht und ist überzeugt, dass die praktischen Einblicke in einen Beruf helfen, sich später zu entscheiden. 

Praktische Einblicke will auch Jonas Streithoff bekommen. Er besucht die Klasse 6a der Sekundarschule "An der Rüsternbreite" in Köthen und ist am Zukunftstag zu Gast im Servicebereich der MIDEWA Köthen, wo sich alles um die Trinkwasserversorgung dreht. 

Auch in der Köthener Badewelt gibt es einen jungen Mann, der am 28. April zum Schnuppern vorbeikommen wird und sich für den Beruf des Fachangestellten für Bäderbetriebe interessiert. Die MIDEWA-Tochter INFRA Service Sachsen-Anhalt GmbH betreibt die Anlage am Ratswall im Auftrag der Palm Springs GmbH & Co. KG Freizeitanlage Köthen, Eigentümerin der Köthener Badewelt und 100-prozentige Tochter der Wohnungsgesellschaft Köthen.

"Für uns ist wichtig, dass junge Menschen die Chance bekommen, unseren Alltag kennenzulernen und sich im besten Fall für den Beruf begeistern", sagt Badmanagerin Mandy Kassur, die sich auf Carl Schmidt freut. Der Schüler wird von Christopher Bechert betreut und darf dem Mitarbeiter Löcher in den Bauch fragen. Christopher Bechert hat seine Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe in der Köthener Badewelt absolviert, also von der Pike auf gelernt. 

Am Zukunftstag will er Carl Schmidt ab 8 Uhr authentische Einblicke hinter die Kulissen der Sport- und Freizeitanlage gewähren. Er wird zum Beispiel dabei sein, wenn die Badewasserqualität beprobt wird. Dass der junge Mann, dessen Arbeitsbekleidung aus kurzer Hose, T-Shirt und Badelatschen besteht, an diesem Tag auch fürs Putzen eingesetzt wird, gehört dazu. Mandy Kassur: "Für ein sauberes und ordentliches Umfeld zu sorgen, nimmt einen großen Anteil unseres Arbeitsalltags ein. Jeder Besucher soll sich wohl bei uns fühlen."