Wasserzähler richtig ablesen

Eigentlich sind es nur ein paar Zahlen. Der Wasserverbrauch in Kubikmetern – ohne Kommastelle, die Nummer des Wasserzählers und das Datum der Ablesung. Fertig.
„Mehr brauchen wir gar nicht“, sagt Janine Schröter, Kundendienstleiterin in der Niederlassung Bitterfeld bei der MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH. Für viele Kunden ist dieser Vorgang schon zur Routine geworden, dennoch werden häufig dieselben Kundenfehler bei der Übermittlung der Zählerstände festgestellt.

„Alle zwei Jahre bitten wir unsere Kunden, uns den Zählerstand und damit ihren Wasserverbrauch per Selbstablesekarte zu übermitteln. Im Jahr dazwischen kommen unsere Kollegen vorbei, um den Verbrauch zu notieren“, beschreibt Martin Rühling den Prozess. Er leitet den Servicebereich Muldenaue der MIDEWA.

Rollierendes System

Die MIDEWA erfasst die Zählerstände ihrer Kunden im rollierenden System. Was heißt das? „Dass wir das ganze Jahr über in unserem Versorgungsgebiet unterwegs sind, um Wasserzähler zu wechseln, weil zum Beispiel die Eichfrist abgelaufen ist, oder die Zählerstände aufzunehmen. Oftmals geschieht das parallel. Wir konzentrieren diese Arbeiten also nicht auf eine bestimmte Zeit des Jahres, wir sind praktisch immer mit dem Wechsel und dem Ablesen der Wasserzähler beschäftigt“, informiert Martin Rühling. 

Allein 1 678 Wasserzähler müssen in diesem Jahr in seinem Servicebereich gewechselt werden. 247 im Bereich Fläming, der auch zur Niederlassung gehört.

Nach sechs Jahren muss ein Wasserzähler gewechselt werden. So will es das Mess- und Eichgesetz. „Auf diese Weise wird gewährleistet, dass der Zähler intakt ist und den Wasserverbrauch korrekt ermittelt“, erklärt Martin Rühling. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit der Eichfristverlängerung. „Oftmals sind die Zähler nach sechs Jahren noch vollkommen in Ordnung. Dann können wir über eine zufällig ausgewählte Stichprobe prüfen lassen, ob die Messgenauigkeit noch gegeben ist und wir die Zähler später wechseln dürfen. Das reduziert den Aufwand und damit die Kosten“, weiß der Servicebereichsleiter.

Niemand, betont er, müsse sich also wundern, wenn der Zähler nach sechs Jahren noch nicht gewechselt wurde. Das habe seine Richtigkeit. Fragen dazu beantwortet der Kundendienst gern zu den Geschäftszeiten.

Bitte keine Notizen

Rene Hudec ist als Zählerableser und -wechsler für die MIDEWA unterwegs und beantwortet auch gern Fragen beim Kunden vor Ort zum Ablesen des Zählers. Immerhin lesen er und seine Kollegen im Jahr 2018 circa
10 526 Wasserzähler in der Niederlassung Muldenaue – Fläming ab. „Die meisten Fehler können Kunden bei der Ablesung der Kubikmeter vermeiden. Hier ist zur berücksichtigen, dass die Kommastellen überflüssig sind, da nur die schwarze bzw. schwarz unterlegte Zahl der vollen Kubikmeter für die Verbrauchsabrechnung benötigt wird“, erklärt er.

Vermieden werden sollten auch Notizen auf den Ablesekarten. „Die Karten werden bei uns maschinell eingelesen. Alle Informationen, die nicht in die vorgedruckten Kästen geschrieben werden, wertet das System als Fehler. Auch Karten die nicht gut leserlich sind, zum Beispiel durch Schmutz auf der Karte, mehrfach überschriebene Zahlen, dünnes oder blasses Kugelschreiberschriftbild registriert das System als fehlerhaft“, weiß Janine Schröter aus jahrelanger Erfahrung.

Wenn die portofreien Selbstablesekarten nicht  zurückgeschickt werden, schätzt der Kundendienst den Verbrauch anhand der Daten aus den Vorjahren.

Und wer keinen Stift in die Hand nehmen will, der kann den Zählerstand auch über die Internetseite der MIDEWA melden. „Man loggt sich auf der Startseite mit seiner Postleitzahl ein und kommt dann auf die Seiten der zuständigen Niederlassung. Hier gibt es in der Navigation einen Punkt, wo man seinen Wasserzählerstand angeben kann“, informiert Janine Schröter.

Weitere Informationen auf www.midewa.de