Wichtige Reserve für den Notfall

Mit einer mobilen und überall im Versorgungsgebiet einsetzbaren Reserve von 10 000 Litern Trinkwasser ist die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH jetzt noch besser für größere Versorgungsunterbrechungen gewappnet. "Es kann jederzeit und unverhofft passieren, dass Rohrbrüche die Wasserversorgung für viele Menschen oder sensible Strukturen, wie in einem Krankenhaus, plötzlich lahm legen. Dann müssen wir zeitnah reagieren, um den Betrieb aufrechtzuerhalten: Entweder können wir das Leck kurzfristig beheben oder wir sind in der Lage, diese Phase anderweitig zu überbrücken. Mit unserem starken Neuzugang im Fuhrpark sind wir jetzt noch handlungsfähiger", sagt Michaela Kübler. Sie ist Technische Leiterin im Unternehmen. 

Die Rede ist von einem Tankwagen mit einem Fassungsvermögen, das einem täglichen Pro-Kopf-Verbrauch von 90 Litern für knapp vier Wochen reichen würde. 

Das Besondere: Dieser Wagen kommt mit seiner imposanten Wassermenge im Tank genau dorthin, wo Not am Mann ist. Über ein hydraulisches Abrollsystem auf dem Lkw kann der Container abgesetzt werden und ist binnen weniger Minuten einsatzfähig - übrigens ist er auch innerhalb weniger Minuten zu füllen. "Niemand muss mit einem Eimer vorbeikommen, um sich ein bisschen Wasser für den Hausgebrauch zu zapfen. Hier geht es um größere Abnehmer oder eine große Menge betroffener Haushalte. Wir können das Wasser bei Bedarf direkt in ein externes Versorgungssystem, zum Beispiel eines Krankenhauses, einspeisen. Wir sind in der Lage, den Druck anzupassen. Außerdem verfügt der Wagen über eine integrierte Desinfektion", informiert Michaela Kübler. 

Konstruiert wurde der Trinkwasser-Wagen von der brandenburgischen Firma Teckons GmbH & Co. KG. Geschäftsführer Werner Jezek ist nach eigenen Angaben seit über zehn Jahren mit dem Thema beschäftigt. Die Neuheit besteht für ihn in der "Kombination von Speichervolumen und Versorgungseinheit, sodass das Trinkwasser auf Knopfdruck dort verfügbar ist, wo es gebraucht wird". Und zwar in Größenordnungen. 

Der MIDEWA-Tankwagen komplettiert das weitreichende Angebot des Unternehmens, seine Kunden im Ernstfall weiter mit Wasser versorgen zu können. "Natürlich", betont Michaela Kübler, "können wir nicht an mehreren Orten gleichzeitig sein." Das heißt, es müsse in Abstimmung mit den Niederlassungen und Stützpunkten sehr sorgfältig abgestimmt werden, wo der Wagen gerade gebraucht wird. Michaela Kübler: "Wir gehen nicht davon aus, dass wir jetzt ständig große Rohrbrüche haben. Aber es ist ist schön, flexibel reagieren zu können." 

Der mit einem Anteil Fördermittel des Landes finanzierte Wagen ist vorerst im Mansfelder Raum stationiert, weil dort kürzlich der Testlauf vollzogen wurde. Bei einer geplanten Baumaßnahme in Hettstedt konnte der Betrieb des Klinikums in der Stadt aufrechterhalten werden. "Bisher haben wir viel positives Feedback bekommen und wissen, das System ist schnell einsatzfähig und funktionstüchtig. Es sei "ein gutes Gefühl", breit aufgestellt zu sein: Der mobile Tank ergänzt die Notfall-Ausrüstung neben den Fünf-Liter-Boxen für die Haushalte ("Mobiles Trinkwasser"), den 1 000-Liter-Wasserwagen und die faltbaren Zisternen in verschiedenen Größen.

Trinkwasserwagen MIDEWA

Neuer MIDEWA-Notwasserwagen. Bei Unterbrechungen der normalen Trinkwasserversorgung können mit diesem Fahrzeug Krankenhäuser oder Pflegeheime im Notfall mit Wasser versorgt werden.