Wo Datenlogger permanent Informationen liefern

Mit der digitalen Ausrüstung ihrer Distriktzähler im gesamten Versorgungsgebiet unternimmt die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH den nächsten Schritt hin zur automatisierten und permanenten Datenübertragung von Verbrauchswerten. 

"Wir beginnen im April damit, unsere Zähler, die den Wasserverbrauch für ein größeres Gebiet erfassen, mit Datenloggern auszustatten. Damit bekommen wir täglich aktuelle Verbrauchswerte und sind in der Lage, noch schneller auf Unregelmäßigkeiten zu reagieren", sagt Uwe Schwarzenberger. Er ist Mitarbeiter in der technischen Abteilung der MIDEWA-Niederlassung Mansfelder Land - Querfurter Platte und betreut das Projekt. Etwa die Hälfte der rund 700 Distriktzähler ist bereits seit längerem mit Datenloggern ausgerüstet, die täglich und automatisiert Verbrauchswerte übermitteln. In den verbliebenen wird nun die Technik der neuesten Generation verbaut.   

Übertragen werden die Daten per Narrow-Band (NB) Iot. IoT steht für Internet of Things und damit für eine Art digitales Netzwerk. Diese Übertragungsweise ist in der Wasserwirtschaft noch relativ neu - auch für die MIDEWA. Mit geringem Datenvolumen werden Informationen auch dort versandt, wo das Funknetz noch nicht umfassend ausgebaut ist; ein großer Vorteil ist die hohe Reichweite im Vergleich zum herkömmlichen Netz.

"Distriktzähler", erläutert Uwe Schwarzenberger, "dienen dem Netzmonitoring. Sie liefern uns kontinuierlich eine Fülle an Daten aus dem Inneren unseres Versorgungsnetzes. Dadurch können wir Rohrbrüche nicht nur frühzeitig erkennen, sondern auch räumlich eingrenzen. Das hilft bei der Leckortung enorm." Mit den Messwerten lässt sich nachvollziehen, welche Menge Trinkwasser in welchem Zeitraum durch welchen Netzabschnitt gelaufen ist.

Bisher werden die Verbrauchswerte von einem Teil der Distriktzähler per Funknahauslesung ermittelt. Zu diesem Zweck muss sich ein Mitarbeiter mit einem Empfangsgerät in unmittelbarer Nähe der Zähler befinden und die Daten abrufen. Uwe Schwarzenberger: "Diese vor allem zeitaufwendige Technologie soll nun durch eine moderne Datenübertragung abgelöst werden."

Der größte Vorteil bestünde darin, dass die Messwerte täglich statt wöchentlich übermittelt werden - und zwar automatisiert. "Im Endeffekt leisten wir mit dieser Technologie auch einen Beitrag zur Ressourcenschonung, denn wir reduzieren Wasserverluste", informiert Uwe Schwarzenberger. Hinzu käme, dass man die Mitarbeiter jetzt anderweitig einsetzen könne, weil man sie nicht mehr für das "Anfahren" der Distriktzähler benötige. Ein weiterer günstiger Nebeneffekt: Wer weniger mit dem Auto unterwegs ist, reduziert seinen Kraftstoffeinsatz.

Bis Ende des Jahres sollen die meisten Disktrikzähler im MIDEWA-Versorgungsgebiet auf NB-IoT umgerüstet sein. Den Anfang macht jetzt die Niederlassung Mansfelder Land - Querfurter Platte.