Zukunftstag mit vielen Einblicken

Was genau macht eigentlich ein Elektriker? Das interessiert Fenja Becker, die die siebte Klasse der Sekundarschule Röblingen (Seegebiet Mansfelder Land) besucht, brennend. Deshalb hat sie sich für den Zukunftstag angemeldet und will bei der MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH am 28. April so viel wie möglich über diesen vermeintlich typischen Männerberuf erfahren.

Zwei Jahre hatten die jungen Leute coronabedingt nicht die Chance, direkt in die Unternehmen zu gehen, um erfahrenen Kolleginnen und Kollegen über die Schulter zu schauen. Marcel Arlt, Servicebereichsleiter in der MIDEWA-Niederlassung Mansfelder Land - Querfurter Platte, freut sich, dass es die Möglichkeit nun wieder gibt: "Praktische Einblicke helfen enorm, sich darüber klar zu werden, was ich will oder auch was ich nicht will. Das gilt besonders bei der Berufswahl. Wir hoffen, dass wir die Schüler, die uns einen Tag lang begleiten werden, vor allem neugierig auf unsere Arbeit machen können. Jedes Unternehmen braucht engagierte Nachwuchskräfte. Da sind wir als MIDEWA keine Ausnahme. Also ist dieser Zukunftstag auch für uns eine Chance." 

Ronny Becker, Meister für Elektrotechnik und Ausbilder bei der MIDEWA, wird Fenja Becker am Zukunftstag unter seine Fittiche nehmen. Doch die junge Dame ist nicht die einzige Interessentin.  Auch Toni Ecke will ein bisschen schnuppern und die MIDEWA besser kennenlernen. Der Schüler ist bei der Feuerwehr Erdeborn aktiv, eher technisch veranlagt und gespannt, womit sich Fachkräfte für Wasserversorgungstechnik im Einzelnen beschäftigen.  

Auch Carsten Berliner wird Besuch bekommen. Er betreut den kompletten Abwasserbereich in der MIDEWA-Niederlassung Mansfelder Land - Querfurter Platte und will seinem Sohn Julius Einblicke in seinen Berufsalltag gewähren. Für den Achtklässler die Möglichkeit, mehr darüber zu erfahren, womit sich eine Fachkraft für Abwassertechnik beschäftigt. "Der Beruf wird gern unterschätzt", weiß Carsten Berliner. Das geschehe oft aus Unwissenheit, ist er überzeugt. Er will den Zukunftstag nutzen, um seinem Sohn - und gern allen anderen Jugendlichen, die vielleicht ein Praktikum absolvieren wollen - zu zeigen, wie anspruchsvoll und wichtig es für unser aller Leben ist, das Abwasser umweltgerecht zu reinigen. Am 28. April will das Vater-Sohn-Gespann zum Beispiel die Kläranlage Rollsdorf im Seegebiet Mansfelder Land genauer unter die Lupe nehmen. 

Familiäre Bande bestehen auch zwischen MIDEWA-Mitarbeiter Helmut Kulak und Toni Alexander Rockmann, der die Sekundarschule Mansfeld besucht. Der junge Mann will am Zukunftstag mehr über die Arbeit seines Opas erfahren und wird mit ihm gemeinsam verschiedene wasserwirtschaftliche Anlagen inspizieren, die dafür sorgen, dass jederzeit frisches Trinkwasser bei den Kunden zu Hause aus dem Wasserhahn fließt.