Test bestanden! Zufrieden blickten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kötschlitz und Zöschen auf die Übung am 29. Oktober. Zum ersten Mal probten sie unter Einsatzbedingungen die Entnahme von Löschwasser aus der kürzlich installierten Zisterne im Ortsteil Zschöchergen. Ein Probelauf, der den circa 15 Feuerwehrleuten vor Ort die nötige Sicherheit im Umgang mit dem neu verfügbaren Löschwasserreservoir geben sollte. Begleitet wurde die Übung wie auch das Projekt der Stadt Leuna, zu der Zschöchergen gehört, durch die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH.
Mit der 120 Kubikmeter fassenden Löschwasserzisterne haben sich die Voraussetzungen für die Arbeit der Feuerwehrleute in Zschöchergen nun deutlich verbessert. 120 Kubikmeter Wasser zur Bekämpfung von Bränden stehen jederzeit, unabhängig von großer Hitze oder anhaltenden Minusgraden zur Verfügung und können im besten Fall Leben retten, wenn in dem kleinen Ort ein Feuer ausbrechen sollte.
Bisher seien die Voraussetzungen für die Löschwasserversorgung in Zschöchergen nicht ausreichend gewesen, berichtet Martin Heimer, Referent Kommunalbetreuung und Vertrieb der MIDEWA. Deshalb habe das Bauamt der Stadt Leuna vor längerer Zeit den Kontakt zur MIDEWA gesucht, die mit den Zisternen eine bedarfsgerechte Lösung zur Verfügung hat. "Wir können Städten und Gemeinden mit unseren Löschwasserzisternen dabei helfen, die Voraussetzungen für die Löschwasserversorgung in kleineren Orten oder abseits liegenden Wohnbebauungen spürbar zu verbessern", erklärt Martin Heimer. Grundsätzlich handelt es sich bei der Löschwasserversorgung um eine hoheitliche Aufgabe der Kommunen, die laut Brand- und Katastrophenschutzgesetz dafür zuständig sind. Über das Trinkwassernetz kann der Löschwasserbedarf nicht auskömmlich gedeckt werden. Zumal die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung durch Feuerwehreinsätze und die Entnahme von Löschwasser von Gesetzes wegen nicht beeinträchtigt werden darf.
"Wir haben in unserem Versorgungsgebiet schon sehr gute Erfahrungen mit dem Einsatz von Löschwasserzisternen gemacht und auch das Projekt in Zschöchergen in enger Abstimmung mit der Stadt von Anfang an begleitet", erklärt Christian Winkler, der Leiter des zuständigen Versorgungsbereiches der MIDEWA. Vom Herrichten der Fläche bis zum Befüllen der Zisterne sei alles Hand in Hand erfolgt. Dass nach der Inbetriebnahme der Zisterne Ende Oktober unter realistischen Umständen auch die Kameraden der Feuerwehr zufrieden sind, weil der kleine Ort deutlich besser als zuvor mit Löschwasser versorgt ist, freut auch Christian Winkler. "Ich denke, das ist eine große Erleichterung für alle Beteiligten - bis hin zu den Einwohnern des Ortes."
Mehr über die Löschwasserzisternen auf der Internetseite der MIDEWA: midewa.de/unsereleistungen/dienstleistungen/loeschwasser.