Fragen und Antworten

Abgaben/ Entgelte

Was versteht man unter Konzessionsabgabe?

Mit der Konzession der Trinkwasserversorgung räumt die Kommune der MIDEWA das Recht ein, öffentlichen Grund und Boden zu nutzen, um die Trinkwasserversorgung der Bürger sicherzustellen. Im Gegenzug kann die Kommune eine Konzessionsabgabe verlangen. Dafür werden zwischen dem Wasserversorger und der Gemeinde Konzessionsverträge abgeschlossen.

Die Höhe der Konzessionsabgabe ist in den Konzessionsverträgen geregelt und beträgt für alle von der MIDEWA versorgten Kommunen, die die Abgabe verlangen, sechs Prozent des Bruttorechnungsbetrages. Dies betrifft die Mehrheit der versorgten Gemeinden der MIDEWA. Einige wenige haben darauf verzichtet.

Die Konzessionsabgabe ist Teil der Kosten der Wasserversorgung und damit Bestandteil des vom Kunden zu zahlenden Wasserpreises. Für die MIDEWA ist sie ein durchlaufender Posten, der an die Gemeinden ausgezahlt wird.

Was ist das Wasserentnahmeentgelt?

Die Landesregierung Sachsen-Anhalt hat am 22. Dezember 2011 die „Verordnung über die Erhebung eines Entgelts für die Entnahme von Wasser aus Gewässern für das Land Sachsen-Anhalt“ beschlossen. Hiernach haben alle öffentlichen und privaten Körperschaften und Personen ein Entgelt an das Land Sachsen-Anhalt abzuführen, wenn sie Wasser aus oberirdischen Gewässern oder aus Grundwasser fördern und entnehmen. Damit führte das Land Sachsen-Anhalt als zwölftes Bundesland in Deutschland den so genannten Wassercent ein. 

Das Wasserentnahmeentgelt steht dem Landeshaushalt zu. Gemäß § 105 Wassergesetz sind die hieraus fließenden Mittel nach Abzug des Verwaltungsaufwandes für wasserwirtschaftliche Zwecke zu verwenden. Hierbei handelt es sich um die Finanzierung von Maßnahmen zur Sicherung und Verbesserung der Bereitstellung von Wasser und um Maßnahmen zum Gewässerschutz. Je nach Verwendungszweck des Wassers gelten unterschiedliche Entgeltsätze. Der Entgeltsatz für die öffentliche Wasserversorgung beträgt fünf Cent (netto) je Kubikmeter entnommenes Wasser.

Für den Wasserversorger bedeutet der Wassercent zusätzliche Kosten,  die über den Trinkwasserpreis auf die Kunden umgelegt werden. Für die MIDEWA ist das Entgelt somit nur ein durchlaufender Posten. Es wird an das Land Sachsen-Anhalt abgeführt.

Ablesung

Wann und wie erfolgt die Ablesung meines Wasserzählers?

Die Ablesung der Wasserzähler erfolgt in einem zweijährigen Rhythmus durch die Mitarbeiter der MIDEWA persönlich. Im dazwischen liegenden Abrechnungsjahr werden Sie als Trinkwasserkunde gebeten, den Zählerstand selbst abzulesen und an uns zu übermitteln. Das ist per Selbstablesekarte, die wir Ihnen vorher zugeschickt haben, oder telefonisch oder online über das Formular "Zählerstand melden" im Bereich MIDEWA regional möglich.

Die Ablesung erfolgt immer im selben Monat, um einen gleichbleibenden Abrechnungszeitraum von zwölf Monaten zu gewährleisten. In welchem Monat welcher Ort abgelesen wird, erfahren Sie auf unserer Internetseite. Oder Sie erfragen die konkreten Ablesetouren beim Kundendienst Ihrer Niederlassung. Die Zählerablesung und der Versand der Selbstablesekarten werden jeweils im Vormonat in der lokalen Presse angekündigt. Außerdem kündigen sich unsere Mitarbeiter mit einer separaten Anmeldekarte bei Ihnen an.

Eigentümerwechsel

Was muss ich beim Erwerb eines Grundstücks tun?

Melden Sie sich bitte bei Ihrem Wasserversorgungsunternehmen an. Für Anmeldungen benötigen wir schriftlich folgende Angaben und Nachweise:

  1. Benennung der von Ihnen erworbenen Abnahmestelle
  2. aktuelle Anschrift des Verkäufers
  3. Ihr Vor- und Nachname sowie Ihre aktuelle Anschrift (des Erwerbers bzw. der Erwerber)
  4. Übernahmedatum
  5. Wasserzählernummer
  6. Zählerstand zum Zeitpunkt der Übernahme
  7. Eigentumsnachweis (Kopie des Grundbuchauszuges oder des Notarvertrages)
  8. Bestätigung der oben genannten Angaben durch die Unterschrift des Erwerbers bzw. der Erwerber und bei Kauf des Grundstücks zusätzlich durch die Unterschrift des Veräußerers

Die Bearbeitung kann nur bei entsprechendem Nachweis (Kopie des Grundbuchauszuges oder Notarvertrages) erfolgen. Auf Wunsch sendet Ihnen unser Kundendienst das  entsprechende Formular „Änderung der Eigentumsverhältnisse“  für die Ab- und Ummeldung der Trinkwasserversorgung zu. Außerdem finden Sie das Formular auch auf unser Internetseite im Kundenportal MIDEWA regional.

Sollte Ihr erworbenes Grundstück noch nicht an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen sein und Sie müssen einen neuen Grundstücksanschluss einrichten, so setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Wir helfen Ihnen und beraten Sie gern. 

Was muss ich beim Verkauf eines Grundstücks tun?

Setzen Sie sich bitte mit Ihrem Wasserversorgungsunternehmen in Verbindung. Kündigen Sie den bestehenden Wasserversorgungsvertrag bzw. melden Sie ihn auf den neuen Eigentümer um. Für die Ab- und Ummeldung benötigen wir schriftlich folgende Angaben und Nachweise:

  1. Benennung der von Ihnen verkauften Abnahmestelle
  2. Ihre neue Anschrift
  3. Vor- und Nachname sowie Anschrift des Erwerbers bzw. der Erwerber
  4. Übergabedatum
  5. Wasserzählernummer
  6. Zählerstand zum Zeitpunkt der Übernahme
  7. Eigentumsnachweis (Kopie des Grundbuchauszuges oder Notarvertrages)
  8. Bestätigung der oben genannten Angaben durch die Unterschriften des Veräußerers und des Erwerbers bzw. der Erwerber

Die Bearbeitung kann nur bei entsprechendem Nachweis (Kopie des Grundbuchauszuges oder Notarvertrages) erfolgen. Auf Wunsch sendet Ihnen unser Kundendienst das  entsprechende Formular „Änderung der Eigentumsverhältnisse“  für die Ab- und Ummeldung der Trinkwasserversorgung zu. Außerdem finden Sie das Formular auch auf unser Internetseite im Kundenportal MIDEWA regional.

Lastschriftverfahren

Welche Vorteile bietet das Lastschriftverfahren?

Zur Bezahlung Ihrer Abschläge und Rechnungen haben Sie die Möglichkeit, die Beträge von der MIDEWA per SEPA-Basislastschrift einziehen zu lassen. Im Vergleich zur Überweisung ergeben sich dadurch einige Vorteile für Sie:

  • Sie brauchen keine Überweisungen mehr auszufüllen.
  • Sie ersparen sich den Weg zur Bank oder zur Post.
  • Sie brauchen sich um eine termingerechte Überweisung keine Gedanken zu machen.
  • Sie können sicher sein, dass die Beträge frühestens zum Fälligkeitstermin eingezogen werden.
  • Sie werden über Änderungen des Zahlungsbetrages rechtzeitig durch uns informiert; alles andere erledigen wir für Sie.

Wie kann ich am Lastschriftverfahren teilnehmen?

Damit die Abschläge und Rechnungsbeträge durch die MIDEWA von Ihrem Konto eingezogen werden können, müssen Sie uns ein SEPA-Lastschriftmandat erteilen, das vergleichbar mit der früheren Einzugsermächtigung ist. Ihre Bankverbindung können Sie unserem Kundendienst schriftlich mitteilen. Daraufhin erhalten Sie das Formular zur Erteilung des SEPA-Lastschriftmandats per Post. Oder Sie rufen das Formular über die MIDEWA-Internetseite auf. Jetzt müssen Sie es nur noch ausfüllen, ausdrucken, unterschreiben und uns schicken.

Warum kann ich das SEPA-Lastschriftmandat nicht online erteilen?

Ein SEPA-Lastschriftmandat ist die rechtliche Legitimation für den Einzug von SEPA-Lastschriften. Es beinhaltet sowohl die Zustimmung des Zahlers zum Einzug einer Zahlung per SEPA-Lastschrift an den Zahlungsempfänger, als auch den Auftrag an den eigenen Zahlungsdienstleister zur Einlösung der Zahlung. Grundsätzlich bestehen in Deutschland keine gesetzlichen Vorschriften über die Art und Weise der SEPA-Mandatserteilung. Maßgeblich ist die vertragliche Vereinbarung zwischen der MIDEWA als Zahlungsempfänger und unserem Kreditinstitut als Zahlungsdienstleister. Die MIDEWA trägt die Darlegungs- und Beweislast über das vom Kunden erteilte SEPA-Basislastschriftmandat. Über die Akzeptanz von im Internet erteilten Lastschriftmandaten entscheidet allein der Zahlungsdienstleister. Aus diesem Grund fordert die MIDEWA die schriftliche Erteilung des SEPA-Mandats mit Unterschrift des Kunden. Über unser Kundenportal MIDEWA regional besteht die Möglichkeit, ein SEPA-Basislastschriftmandat maschinell auszufüllen und herunterzuladen. Dieses Mandat muss jedoch mit der Unterschrift des Kontoinhabers per Post, Fax oder E-Mail an uns übersandt werden. Nur dann kann dazu unsererseits eine Zustimmung erfolgen.

Trinkwasserhausanschluss

Wie beantrage ich einen Trinkwasseranschluss?

Für die Beantragung eines Trinkwasserneuanschlusses stellen Sie bitte vorerst eine formlose Bauvoranfrage an die MIDEWA. Wir schicken Ihnen dann den Antrag auf die Versorgung mit Trinkwasser per Post zu. Außerdem finden Sie das Formular auch auf unser Internetseite im Kundenportal MIDEWA regional. Füllen Sie den Antrag aus und schicken Sie ihn uns. Für die weitere Bearbeitung Ihres Antrags setzen sich die Mitarbeiter der MIDEWA mit Ihnen in Verbindung.

Welche Kosten kommen bei einem Neuanschluss auf mich zu?

Die Kosten für die Herstellung eines Trinkwasserneuanschlusses setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Immer in den Kosten enthalten sind:

  • Grundbetrag bis 15 Meter von der Straßenmitte bis zum Wasserzähler
  • Oberflächenbefestigung

Aufpreise kommen hinzu für:

  • Hausanschlussleitungen mit einer Länge von über 15 Metern (Mehrpreis pro Meter)
  • von der Norm abweichende Zählergrößen
  • Inbetriebsetzungskosten (wenn diese extra erfolgt)

Bei Eigenleistung durch den Anschlussnehmer wird u. a. nicht berechnet:

  • Mauerdurchbruch herstellen und verschließen
  • Schachtarbeiten auf dem Grundstück

Die Kosten für einen Trinkwasserneuanschluss variieren je nach den vorgefundenen technischen Anschlussmöglichkeiten . Diese sind daher individuell zu prüfen. Die Preise für verschiedene Einzelleistungen entnehmen Sie bitte den Allgemeinen Preisregelungen der MIDEWA.

Trinkwassernutzung

Können auch Babys und Kleinkinder Wasser aus dem Hahn trinken?

Ja, denn grundsätzlich ist das Trinkwasser von einwandfreier Qualität, die gesetzlich geschützt und sichergestellt wird. Trinkwasser ist ein Lebensmittel, das für den täglichen menschlichen Bedarf verwendet werden kann und auch für die Zubereitung von Babynahrung geeignet ist. Ein Abkochen ist nicht erforderlich, wenn Sie das Wasser frisch aus der Leitung nehmen. Vorher sollte das in den Leitungen stehende Wasser allerdings einen Moment ablaufen. Auch für Kleinkinder ist Trinkwasser nachweislich der beste Durstlöscher: frisch, preiswert, immer verfügbar, bestens kontrolliert, zuckerfrei und es enthält wichtige Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium.

Aus der Plastikflasche oder aus dem Hahn?

Das Trinkwasser in Deutschland ist einwandfrei. Seine Qualität ist strengen Normen unterworfen und wird ständig und genauestens kontrolliert. Wasser aus dem Hahn ist nicht nur gesund, sondern auch zu jeder Zeit verfügbar und eine preiswerte Variante, den Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Denn Trinkwasser ist mindestens einhundert Mal günstiger als Mineralwasser. Zudem kommt es direkt aus der Leitung, was das mühsame Schleppen von Wasserkisten erspart. Aus ökologischer Sicht hat Trinkwasser den Vorteil, dass für Produktion und Verteilung vergleichsweise wenig Energie benötigt wird. Dagegen werden für Mineralwasser Unmengen Verpackungsmaterial verbraucht, und der Transport belastet die Umwelt.

Wie viel Wasser sollte der Mensch täglich trinken?

Wasser ist der wichtigste Stoff unserer Ernährung. Der menschliche Körper besteht zu 60 Prozent aus Wasser, verliert davon aber auch täglich rund zweieinhalb Liter. Die regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme ist lebensnotwendig, denn ohne Wasser kann der Mensch kaum drei Tage überleben. Rund einen Liter nimmt man mit der festen Nahrung auf. Der Rest muss getrunken werden. Ernährungswissenschaftler empfehlen, täglich rund zwei Liter Wasser zu trinken. Der Flüssigkeitshaushalt wird reguliert und der Körper gleichzeitig mit lebenswichtigen Mineralstoffen versorgt.

Trinkwasserqualität

Was zeichnet die Trinkwasserqualität aus?

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Deshalb wird seine Qualität besonders häufig kontrolliert. Maßgeblich ist die Trinkwasserverordnung in Deutschland. Darin hat der Gesetzgeber strenge Grenz- und Vorsorgewerte festgeschrieben. Die Grundlage bilden die von der Europäischen Union festgelegten Normen.

Welche Normen gelten?

Die Kontrolle der Trinkwasserqualität beruht gemäß der Trinkwasserverordnung auf circa 50 Parametern, die sowohl ihre mikrobiologische Qualität (frei von Bakterien, Viren, Krankheitserregern), ihre physikalisch-chemische Zusammensetzung (pH-Wert, Eisen, Mangan) als auch ihre sensorischen Kennzeichen (Farbe, Geschmack etc.) betreffen. Bei keinem Lebensmittel hat der Schutz des Verbrauchers einen so hohen Stellenwert wie beim Trinkwasser. Das von uns bereitgestellte Trinkwasser erfüllt alle Anforderungen, die der Gesetzgeber und wir als Wasserversorger an ein qualitativ einwandfreies Lebensmittel stellen.

Ist die Qualität bis zum Wasserhahn gewährleistet?

Der Wasserversorger ist verpflichtet, die Qualitätsparameter bis zum Ende des Trinkwasserhausanschlusses am Hauszähler zu sichern. Der Hauseigentümer trägt dann die Verantwortung für eine einwandfreie Trinkwasserqualität in der Hausinstallation – und zwar bis zur letzten Zapfstelle in Küche oder Bad. Auch hier gelten die Regelungen der Trinkwasserverordnung.

Wie und von wem wird die Trinkwasserqualität kontrolliert?

Die gleichbleibend hohe Trinkwasserqualität wird durch Eigenkontrollen des Wasserversorgers und behördliche Kontrollen der zuständigen Gesundheitsämter überwacht. Dabei werden Proben am Wasserwerksausgang und im Versorgungsnetz entnommen und analysiert. Das Ziel: qualitativ einwandfreies Trinkwasser für die Verbraucher bereitstellen.

Was kann ich für eine gute Trinkwasserqualität tun?

Das bis zu Ihnen gelieferte Trinkwasser wird regelmäßig kontrolliert und unterliegt strengsten Qualitätsmaßstäben. Mit einigen Maßnahmen können auch Sie die Trinkwasserqualität in Ihrer Hausinstallation bewahren. Es wird Ihnen empfohlen:

  • Leitungen und unbenutzte Geräte in Ihrer Hausinstallation zu entfernen (alter Gartenwasserhahn, alte Spülbecken), damit eine Wasserstagnation verhindert wird,
  • regelmäßig alle Teile Ihrer Hausinstallation zu warten (Warmwasserboiler, Enthärter, Filter).

Gehen Sie mit dem Lebensmittel Trinkwasser sorgfältig um:

  • Verwenden Sie beim Zubereiten von Speisen und Getränken eher kaltes Wasser, das Sie erhitzen, anstelle von warmem Wasser. Denn die Wärme in Ihrer Hausinstallation kann die Entwicklung von Bakterien begünstigen.
  • Lassen Sie morgens oder nach einigen Tagen der Abwesenheit das Wasser eine Augenblick laufen, dass die Leitungen durchspült werden und das Wasser wieder frisch aus der Leitung fließt.

Wartung von Kleinkläranlagen

Warum müssen Kleinkläranlangen gewartet werden?

Jeder Käufer einer vollbiologischen Kleinkläranlage will, dass die Anlage so lange wie möglich ordnungsgemäß arbeitet. Dafür sind regelmäßige Wartungen notwendig. Wir bieten Ihnen die Wartung Ihrer Kleinkläranlage an. Es ist aber auch wichtig, dass Sie die Kleinkläranlage regelmäßig kontrollieren und dies dokumentieren. Einige länderspezifische Rechtsvorschriften schreiben den Abschluss eines Wartungsvertrages mit einem geeigneten Fachbetrieb vor.

Wie oft muss die Kleinkläranlage gewartet werden?

In der Regel finden Sie in Ihrer wasserrechtlichen Erlaubnis zum Betrieb der Kleinkläranlage Angaben zur Häufigkeit der Wartungen in einem bestimmten Zeitraum. Ist das nicht der Fall, dann fragen Sie bitte bei der zuständigen Unteren Wasserbehörde oder bei Ihrem Abwasserentsorger nach. In der DIN EN 12566-3 wird der Wartungsumfang nach der entsprechenden Bauartzulassung festgelegt. Dieser kann je nach Anlagentyp variieren, in der Regel werden zwischen einer und drei Wartungen pro Jahr angegeben. Viele Hersteller geben Garantieansprüche über die gesetzliche Gewährleistung hinaus. Regelmäßig ist dies allerdings an den Abschluss eines Wartungsvertrages mit einem Fachunternehmen gekoppelt.

Welche Kosten sind mit dem Betrieb einer Kleinkläranlage verbunden?

Beim Betrieb einer Kleinkläranlage fallen Kosten für Strom, Schlammentsorgung und Wartung an. Nicht zu vernachlässigen sind die Kosten für Ersatzteile. Bei der Wartung Ihrer Kleinkläranlage profitieren Sie als unser Kunde von unserer lokalen Präsenz und somit von einem maßgeschneiderten und deshalb kostengünstigen Wartungsvertrag. Für ein Angebot benötigen wir folgende Angaben zur Kleinkläranlage (Standort, Kapazität, Typ, geforderte Ablaufklasse), Ihre Anschrift sowie Telefonnummer.

Welche Leistungen beinhalten unsere Wartungen?

Unsere Wartungen beinhalten:

  • Kontrolle des baulichen Zustands der Anlage
  • Funktionskontrolle der betriebswichtigen maschinellen, elektronischen und sonstigen Anlagenteile (Belüftung, Steuereinrichtung, Abwasserrückführung etc.)
  • Reinigung von Anlagenteilen
  • Überprüfung der Wirksamkeit der Anlage durch chemische und physikalische Analysen
  • Dokumentation in einem Wartungsprotokoll, welches Sie an die Behörde weiterleiten
  • Beratung bei Problemen
  • auf Wunsch Bereitstellung und Einbau von Ersatzteilen
  • auf Wunsch 24-h-Bereitschaft

Was muss bei der Entscheidung für eine Kleinkläranlage und deren Montage berücksichtigt werden?

Es müssen die Standortbedingungen wie Platzangebot, Bodenbeschaffenheit, Grundwasserstand und Stromanschluss geprüft werden. Holen Sie sich bitte Vergleichsangebote ein und achten Sie darauf, dass die Kleinkläranlage vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) zugelassen ist sowie alle Kosten enthalten sind, wie:

  • Kauf- und Transportpreis der Kleinkläranlage,
  • Kosten für Tief-/Erdbauarbeiten, Elektroinstallation, Montage,
  • Inbetriebnahme,
  • Betriebskosten.

Damit die Kleinkläranlage die Ablaufanforderungen erfüllt, ist eine sorgfältige Montage unter strikter Beachtung der Herstellerangaben erforderlich.

Noch vor Baubeginn und Inbetriebnahme einer vollbiologischen Kleinkläranlage muss für die Einleitung des gereinigten Abwassers in einen öffentlichen Kanal beziehungsweise in ein Fließgewässer oder dessen Versickerung im Erdreich eine Genehmigung beim zuständigen Abwasserentsorger beziehungsweise bei der Unteren Wasserbehörde eingeholt werden.

Wasserhärte

Was bedeutet Wasserhärte?

Die Wasserhärte beschreibt die Konzentration von Mineralien im Trinkwasser, insbesondere von Calcium und Magnesium. Je mehr Calcium- und Magnesiumverbindungen im Wasser gelöst sind, desto härter ist es.

Wovon hängt die Wasserhärte ab?

Die Wasserhärte des Trinkwassers ist etwas ganz Natürliches und hängt davon ab, welche Bodenschichten das Wasser durchflossen hat: In Gebieten mit kalk- oder gipshaltigen Böden ist das Wasser härter. In Regionen mit Sandstein, Basalt, Schiefer oder Granit findet man hingegen weicheres Wasser. Der Härtegrad des Trinkwassers variiert also von Region zu Region; in Städten kann er sogar von Stadtteil zu Stadtteil unterschiedlich sein.

Welche Wirkungen hat hartes Wasser auf die Gesundheit?

Härteres Wasser ist gesund, weil es lebenswichtige Mineralien enthält. So ist Calcium ein wichtiger Baustoff für Knochen und Zähne und unentbehrlich für die Blutgerinnung. Magnesium wirkt positiv auf die Nerven, die Muskelarbeit, die Arterien und kann einem Herzinfarkt vorbeugen. Deshalb gibt es auch keine gesetzliche Norm für die Wasserhärte.

Wie wird die Wasserhärte gemessen?

In Deutschland wird die Wasserhärte in Millimol (mmol) pro Liter angegeben und entsprechend dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz in drei Härtebereiche eingeteilt*:

Härtebereich weichHärtebereich mittelHärtebereich hart
weniger als 1,5 mmol Calciumcarbonat je Liter1,5 bis 2,5 mmol Calciumcarbonat je Litermehr als 2,5 mmol Calciumcarbonat je Liter
(entspricht 8,4 °dH**)(entspricht 8,4 bis 14 °dH**)(entspricht mehr als 14 °dH**)

* gemäß der Einteilung der Wasserhärtegrade laut Wasch- und Reinigungsmittelgesetz vom 29. April 2007

** °dH = Grad deutscher Härte

Unser  Kundendienst informiert Sie gern über den Härtegrad in Ihrer Wohngegend oder informieren Sie sich im Kundenportal MIDEWA regional hier auf unserer Internetseite.

Wasserzähler

Wann muss mein Wasserzähler gewechselt werden und welche Kosten sind damit verbunden?

Wasserzähler sind geeichte, das heißt amtlich geprüfte und genormte Messgeräte zur Ermittlung Ihres Trinkwasserverbrauchs. Die Eichfrist für Trinkwasserzähler beträgt sechs Jahre, danach muss der Wasserzähler gewechselt werden. Da der Zähler Eigentum der MIDEWA ist, trägt das Unternehmen auch die Kosten für den Wasserzählerwechsel. Der Kunde muss dem Mitarbeiter lediglich Zutritt zum Messgerät gewähren. Ist die Eichfrist abgelaufen, muss der Zähler entweder ausgetauscht werden oder es besteht die Möglichkeit der Eichfristverlängerung. Gegebenenfalls verlängert sich die Eichfrist dann um weitere drei Jahre und der Wasserzähler muss vorerst nicht gewechselt werden.

Mein Wasserzähler ist schon länger als sechs Jahre in Betrieb. Wieso wurde er nicht ausgewechselt?

Die gesetzliche Eichfrist für Trinkwasserzähler beträgt sechs Jahre. Bis zu diesem Zeitpunkt wird eine korrekte Messung vorausgesetzt. Danach muss der Wasserversorger die Zähler normalerweise ersetzen.

Allerdings arbeiten die Zähler auch nach sechs Jahren meistens noch ohne Einschränkungen. Deshalb hat der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen, die Eichfrist der Zähler zu verlängern. Im Stichprobenverfahren nach § 35 der Mess- und Eichverordnung werden die Trinkwasserzähler auf Fehlergrenzen überprüft. Bei bestandener Prüfung verlängert sich die Eichfrist der vorab festgelegten Messgeräte um weitere drei Jahre. Dafür erhält die MIDEWA von der zuständigen Eichbehörde eine Bestätigung, die Sie gern bei unserem Kundendienst erfragen können.

Wie kann ich meinen Wasserzähler vor Frost schützen?

Die Verantwortung für den Schutz des Wasserzählers vor Frost liegt beim Grundstückseigentümer, also dem Kunden. Er muss dafür Sorge tragen, dass der Zähler keinen Schaden durch äußere Umwelteinflüsse erleidet. Welche Vorkehrungen zu treffen sind, hängt vom Standort des Zählers ab. Befinden sich Wasserzähleranlagen im Keller, in der Garage oder in anderen unbeheizten Räumen, halten Sie Fenster, Türen und das Garagentor geschlossen. Sie können für zusätzlichen Schutz sorgen, indem Sie Wasserzähleranlagen und frei liegende Wasserleitungen in wärmedämmendes Material einpacken. Das ist besonders empfehlenswert, wenn sich der Zähler in einem Schacht befindet. Sollte das Messgerät zum Beispiel durch Frost beschädigt worden sein, ist der Kunde verpflichtet, dies der MIDEWA zu melden. Daraufhin wird der Wasserzähler kostenpflichtig ausgetauscht.

Zahlungsschwierigkeiten

Haben Sie eine Mahnung erhalten oder ist Ihnen bereits eine Sperrandrohung zugestellt worden?

Bitte melden Sie sich umgehend bei uns, wenn Sie Zahlungsschwierigkeiten haben und die Forderung nicht begleichen können.

Wir bieten Ihnen beispielsweise die Möglichkeit zur Zahlung der offenen Rechnung in Raten an. Unsere Mitarbeiter suchen mit Ihnen gemeinsam nach der richtigen Lösung zur Bezahlung Ihrer Wasserrechnung.

Unser Kundendienst steht Ihnen während unserer Sprechzeiten gerne für ein beratendes Gespräch zur Verfügung.

Das sollten Sie auf jeden Fall tun:

Bitte zögern Sie nicht uns zu kontaktieren! Denn es kommen weitere Kosten auf Sie zu:

  • Es entstehen je Mahnung Verzugskosten.
  • Ihnen wird die Trinkwasserversorgung gesperrt. Die Kosten für die Einstellung und Wiederaufnahme der Trinkwasserversorgung belaufen sich auf rund 150,00 Euro.
  • Das gerichtliche Mahnverfahren wird eingeleitet. Dabei entstehen weitere Verwaltungs- und Gerichtskosten, die vermeidbar sind.